Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 19 / 2015: Epidemiologische Informationen

Hantavirus-Kardiopulmonales Syndrom in Panama
In Venao Beach im District Pedasi in der panamaischen Provinz Los Santos ist eine aus Deutschland ausgewanderte Frau am Hantavirus-Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt und verstorben. Sie ist damit die zweite Patientin, die an einer Infektion durch das Choclo-Virus verstorben ist. Insgesamt wurden in der Provinz in diesem Jahr 12 Patienten mit der Infektion registriert. Reisende in die Provinz Los Santos sollen jeden direkten Kontakt mit Nagetieren oder mit Gegenständen, die durch deren Exkremente oder Sekrete kontaminiert wurden, vermeiden (ProMED, 27. April 2015).

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KW 18 / 2015: Epidemiologische Informationen

Synthetische Drogen in den USA
Innerhalb einer Woche sind in der US-Stadt New York mehr als 120 Personen mit Vergiftungserscheinungen registriert worden. Als Ursprung der Vergiftung wurde bei allen Personen synthetisches Marihuana festgestellt. Auch im Bundesstaat Alabama wurden innerhalb weniger Tage mehr als 200 Menschen mit entsprechender Symptomatik und Anamnese behandelt. U.a. wurden erhöhter Blutdruck, Tachykardien und Agitiertheit oder Angstgefühl beschrieben. Es ist unklar, inwieweit in die verkaufte ein künstliches hochpotentes Canabinoid gemischt wurde. Reisende in die USA und insbesondere an die Ostküste sollen keine Produkte wie „K2“ oder „Spice“ kaufen und anwenden (ProMED, 20./25. April 2015).

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KW 16 / 2015: Epidemiologische Informationen

Syphilis in den USA
Im US-Bundesstaat Alaska sind im vergangenen Jahr 40 Neuerkrankungen von Syphilis aufgetreten. Davon waren 31 Erkrankungsfälle bei homosexuell aktiven Männern. Darunter waren Erkrankungsfälle mit Neurosyphilis und auch Fälle mit Augenbeteiligung. Die überwiegende Zahl der Neuerkrankten gaben viele Sexualkontakte und/oder anonyme Sexualkontakte an. Wichtig waren hierbei vor allem das Internet und Apps auf Mobiltelefonen als Mittel zur Treffpunkt-Vereinbarung. Reisende in den Bundesstaat Alaska sollen nur geschützte Sexualkontakte mit anonymen Partnern oder multiplen Partnern ausführen (ProMED, 11. April 2015).

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KW 15 / 2015: Epidemiologische Informationen

Influenza in Vietnam
In der vietnamesischen Provinz Nghe im zentralen Norden des Landes sind zwei Fälle von Influenza durch den Virustyp A H5N6 aufgetreten. Dieser Virustyp war bisher ausschließlich sporadisch in China aufgetreten. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Geflügel übertragen und kann bei Patienten mit Grunderkrankungen zu schweren und tödlich verlaufenden Infektionen des Respirationstrakts führen. Reisende nach Vietnam und insbesondere in die genannte Provinz sollen jeden direkten Kontakt mit Geflügel oder nicht ausreichend behandelten Geflügelprodukten vermeiden (ProMED, 6. April 2015).

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KW 14 / 2015: Epidemiologische Informationen

Tsutsugamushi-Fieber in Taiwan
In Taiwan wurden seit Jahresbeginn bereits 31 Erkrankungsfälle von Tsutsugamushi-Fieber diagnostiziert. Die Erkrankung manifestiert sich klinisch als schwerer Allgemeininfekt. Sie wird von Milbenlarven übertragen, die aus dem Gebüsch angestreift werden. In Taiwan liegen die hauptsächlichen endemischen Gebiete in den Bergregionen in der Provinz Kaohsiung. Die Bewohner werden aufgefordert lange Kleidung zu tragen und die nicht bedeckten Hautpartien mit einem Repellens zu behandeln (ProMED, 27. März 2015).

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KW 12 / 2015: Epidemiologische Informationen

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in Malaysia
Im malaysischen Bundesstaat Sarawak wurde ein Ausbruch von Hand-Fuß-Mund-Krankheit ausgerufen. Es ist von mehr als 3.600 gemeldeten Erkrankungsfällen die Rede. Am schwersten betroffen sind die Distrikte Kuching, Miri und Sibu. Betroffen sind in erster Linie Kinder. Der Erreger wurde nicht explizit genannt. Allerdings kommen neben Enterovirus Typ 71 vor allem Coxsackie-Virus A16 oder andere Enteroviren in Frage. Die Übertragung erfolgt überwiegend über direkte Kontakt-Infektion. Reisende mit Kindern nach Sarawak sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Händehygiene beachten (ProMED, 16. März 2015).

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