Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 33 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Östliche Pferdeenzephalitis in den USA
Die Östliche Pferdeenzephalitis tritt in den USA in diesem Jahr in weiteren Bundesstaaten auf. Aktuell meldet der Bundesstaat Georgia einen Erkrankungsfall bei einem Pferd in Keysville. Menschliche Erkrankungsfälle wurden in der betroffenen Region bisher nicht bekannt. Allerdings ist ein Erkrankungsfall bei Pferden ein Hinweis für eine starke Aktivität des Virus in der genannten Region. Im US-Bundesstaat Michigan sind mittlerweile 67 Pferde und ein Mensch erkrankt. In Michigan ist es der heftigste Ausbruch der Östlichen Pferdeenzephalitis in den letzten 30 Jahren.

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KW 32 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Peru
Im Distrikt Nieva, im Norden der Amazonas-Region Perus, sind vier Kinder an der Tollwut verstorben. Es handelt sich um Fledermaus-Tollwut. Überträger ist die Gemeine Vampir-Fledermaus (Desmodus rotundus). Diese Fledermausart ist nachtaktiv und ritzt an Weidetieren oder auch an Menschen, die die Nacht im Freien verbringen, ein Blutgefäß an und leckt das austretende Blut auf. Mit seinem gerinnungshemmenden Speichel übertragen infizierte Tiere die Tollwut auf den Menschen oder auf Weidetiere. Die Infektion kann dadurch verhindert werden, dass die Nächte nicht im Freien verbracht werden (ProMED, 11. August 2010).

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KW 31 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Japan-Enzephalitis in Indien
Im Distrikt Nalbari, im indischen Bundesstaat Assam, wurde erstmals ein vermutlicher Fall von Japan-Enzephalitis nachgewiesen. Ein 74jähriger Mann ist vermutlich an der Enzephalitisform verstorben. Allerdings steht die endgültige Diagnose noch aus. Es würde sich um den ersten jemals in diesem Distrikt nachgewiesenen Fall einer Japan-Enzephalitis handeln. Die Bewohner des Distrikts haben nun eine Impfaktion und eine Veränderung der hauptsächlich auf Schweinezucht basierenden Landwirtschaft gefordert.

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KW 30 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in den USA
Im US-Bundesstaat North Dakota ist der dritte Fall von Milzbrand bei einem Rind in diesem Jahr aufgetreten. Es handelt sich um einen Einzelfall in Barnes County. Weitere einzelne Krankheitsfälle traten bisher in Dickey County und im westlichen Teil von Sioux County auf. Aktuell handelt es sich nicht um ein Ausbruchsgeschehen. Einzelne Erkrankungsfälle bei nicht geimpften Rindern, bei Bisons und bei Hirschen treten jährlich in North Dakota auf. Reisende in die Prärien North Dakotas sollen jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder Tierkadavern vermeiden (ProMED, 26. Juli 2010).

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KW 29 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Indien
Im indischen Bundesstaat Goa wurden insgesamt 15 Menschen von einer tollwütigen Kuh attackiert und teilweise verletzt. Die zuständigen Veterinärbehörden stellten bei der Kuh Tollwut fest. Das Beispiel soll erinnern, dass nicht nur Hunde und Katzen die Tollwut übertragen können, sondern dass grundsätzlich jedes Säugetier die Tollwut übertragen kann. Reisende nach Südostasien und vor allem auf den indischen Subkontinent sollen nach jedem direkten Kontakt mit Tieren mit auffälligem Verhalten einen Arzt aufsuchen (ProMED, 20. Juli 2010).

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KW 28 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in der Elfenbeinküste
Im Nordosten der Elfenbeinküste sind fünf Menschen an Milzbrand verstorben. Die Zahl der Erkrankungen ist unbekannt. Die Infektionsquelle wird bei infizierten und/oder verendeten Rindern gesehen. In der gesamten betroffenen Region finden sich rund 100.000 Rinder. Die Infektion kann sich daher weiter ausbreiten. Reisende in den Nordosten der Elfenbeinküste sollen jeden direkten Kontakt mit erkrankten Haus- oder Wildtieren oder deren Kadavern vermeiden und Fleisch nur in gut durchgegartem Zustand verzehren (ProMED; 16. Juli 2010).

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KW 27 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Rotz in Bahrain
In Bahrain sind mindestens zwei Kamele am Rotz verendet. Es handelt sich um eine Tierseuche, die insbesondere bei Pferden, aber auch Kamelen zum Tode der Tiere durch granulomatöse Infektionen in parenchymatösen Organen führen kann. Die Übertragung des Erregers, Burkholderia mallei, erfolgt durch direkte Kontakte zwischen den Tieren. Nach nicht-offiziellen Informationen trat die Infektion in den vergangenen Wochen auch bei einer Reihe von weiteren Kamelen und Pferden auf, die aus Saudi-Arabien importiert worden waren. Auch beim Menschen können entsprechende Infektionen auftreten.

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KW 26 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Masern in Sambia
Seit dem 15. Juni ist die Zahl der Masern-Erkrankten in Sambia von rund 800 auf 1.600 erhöht. Mitte Juni waren an die WHO 33 Todesfälle durch Masern gemeldet worden. Die aktuelle Zahl der Masern-Verstorbenen wurde nicht mitgeteilt, dürfte jedoch mittlerweile schon jenseits der Zahl 50 liegen. Betroffen sind in erster Linie Kinder und Jugendliche. Eine ähnliche Situation zeigt sich in benachbarten Ländern und im gesamten süd- und ostafrikanischen Raum. Reisende in die gesamte Region sollen über einen ausreichenden Immunschutz (zweimalige Impfung oder dokumentiert durchgemachte Infektion) verfügen (ProMED, 29. Juni 2010).

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KW 25 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Masern in Malawi
Das ostafrikanische Land Malawi meldet weiterhin eine hohe Inzidenz der Masern. Seit dem 10. Mai sind nach behördlichen Meldungen mehr als 9.000 Erkrankungsfälle registriert worden. Bisher sind rund 70 Kinder an den Masern verstorben. Als Ursache für die erhöhte Masernaktivität in Malawi und in anderen Ländern Ost- und Südafrikas wird die zurückgehende Durchimpfungsrate in den betroffenen Ländern verantwortlich gemacht, vor allem aus finanziellen und logistischen Gründen. Reisende nach Malawi und in die gesamte ost- und südafrikanische Region sollen über einen ausreichenden Immunschutz (dokumentiert durchgemachte Infektion oder zweimalige Impfung) verfügen (ProMED, 20. Juni 2010).

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KW 24 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Uganda
Im berühmten Queen Elizabeth National Park in Uganda sind vermutlich 27 Nashörner am Milzbrand verendet. Diese teilte die Parkverwaltung mit. Die Kadaver der Tiere wurden nun vergraben. Milzbrand war im Jahr 2004 in epidemischer Form im Park aufgetreten und hatte mehr als 200 Nashörner und eine Vielzahl anderer Tiere getötet. Der Ausbruch ist aktuell auf eine Region beschränkt, die abseits von den Touristenrouten im Park liegt. Trotzdem sollten alle Reisenden in den Park jeden direkten Kontakt mit Tierkadavern vermeiden (ProMED, 15. Juni 2010).

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KW 23 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Kalziumkarbid-Vergiftung in Nepal
Im Osten Nepals kommen augenblicklich täglich 30 bis 40 Menschen in Kliniken und Ambulanzen mit Vergiftungserscheinungen nach dem Genuss von Mangos. Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Als Ursache konnten Mangos identifiziert werden, die künstlich mit Kalziumkarbid ausgereift wurden. Im Rahmen dieser Behandlung der Früchte führt das gebildete Azetylen zu einer rascheren Ausreifung von unreif geernteten Früchten. Nachdem die so vorzeitig gereiften Früchte sehr frisch und vollreif geerntet scheinen, empfehlen die Behörden aktuell unreife Mangos zu kaufen und diese an einem warmen Platz ausreifen zu lassen.

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