Corona-Impfung in München

Praxis Dr. Frühwein & Partner · Brienner Straße 11 · Impfsprechstunde im Zentrum

COVID-19 ist heute eine saisonale Atemwegserkrankung — für die meisten Menschen harmlos, für manche weiterhin gefährlich. Genau deshalb hat sich die Impfempfehlung grundlegend geändert: Seit Juli 2026 wird die jährliche Auffrischung nicht mehr allen ab 60 Jahren empfohlen, sondern gezielt den Menschen, die wirklich davon profitieren.

Auf dieser Seite erfahren Sie in wenigen Minuten, ob die Corona-Impfung für Sie sinnvoll ist, was sie kostet und wie Sie bei uns einen Termin bekommen.

Impfen ist seit über 70 Jahren ein Schwerpunkt unserer Praxis. Mit Dr. Markus Frühwein und Dr. Nikolaus Frühwein beraten Sie zwei ausgewiesene Impfexperten — persönlich und ohne Pauschalantworten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Empfohlen für: Menschen ab 75 Jahren, Menschen ab 6 Monaten mit chronischen Erkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, medizinisches und pflegerisches Personal, Schwangere mit Risikofaktoren, enge Kontaktpersonen von Immungeschwächten

  • Bester Zeitpunkt: Spätsommer bis Frühherbst — bei uns ab August, vor Beginn der Infektionssaison

  • Kosten: Bei bestehender Impfempfehlung übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten

  • Auch ohne Empfehlung möglich: Sie möchten sich impfen lassen, obwohl Sie nicht zu den genannten Gruppen gehören? Sprechen Sie uns an — wir beraten Sie individuell.

Brauche ich die Corona-Impfung?
Der Schnell-Check

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Corona-Impfung heute gezielt — nicht mehr flächendeckend.
Suchen Sie sich in einer der drei Gruppen wieder:

Ja — jährliche Auffrischung empfohlen

Für diese Gruppen empfiehlt die STIKO eine jährliche Impfung mit dem aktuellen, angepassten Impfstoff:

  • Alle Menschen ab 75 Jahren

  • Menschen ab 6 Monaten mit einer Grunderkrankung, die das Risiko für einen schweren Verlauf erhöht — zum Beispiel chronische Erkrankungen der Atmungsorgane wie COPD, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, starkes Übergewicht, neurologische oder syndromale Erkrankungen wie Trisomie 21, Krebserkrankungen, eine Immunschwäche oder Langzeitfolgen nach COVID-19 (Long- oder Post-COVID)
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie das dort tätige Personal mit direktem Kontakt
  • Menschen mit erhöhtem Risiko in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Medizinisches und pflegerisches Personal mit erhöhtem Infektionsrisiko
  • Schwangere mit einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsbedingten Komplikationen — ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel
  • Enge Kontaktpersonen von Menschen mit Immunschwäche, bei denen die eigene Impfung voraussichtlich nicht ausreichend schützt

Nein — keine Routineimpfung mehr nötig

  • Gesunde Erwachsene unter 75 Jahren. Praktisch die gesamte erwachsene Bevölkerung hat durch Impfungen und durchgemachte Infektionen eine sogenannte hybride Immunität aufgebaut — in Seroprävalenzstudien lassen sich bei rund 95 Prozent und mehr Antikörper nachweisen. Eine jährliche Auffrischung bringt in dieser Gruppe keinen relevanten Zusatznutzen.
  • Gesunde Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Verläufe sind in dieser Altersgruppe ganz überwiegend mild.
  • Gesunde Schwangere ohne Risikofaktoren.

Vielleicht — sprechen Sie mit uns

Eine Empfehlung ist keine Vorschrift, und ein fehlender Eintrag in der Liste ist kein Verbot.
Es gibt gute Gründe, sich auch ohne formale Indikation impfen zu lassen:

  • Sie leben oder arbeiten eng mit sehr alten oder kranken Menschen zusammen
  • Vor einer geplanten Operation oder Therapie, die das Immunsystem schwächt
  • Vor einer längeren Reise, einer Kreuzfahrt oder einem Großereignis
  • Sie hatten selbst einen schweren Verlauf oder Long COVID
  • Sie sind beruflich stark exponiert oder können einen Ausfall schlecht auffangen

In diesen Fällen wägen wir mit Ihnen gemeinsam ab. Kommen Sie gerne in unsere Impfsprechstunde.

Was hat sich 2026 geändert?

Im Juli 2026 hat die STIKO ihre Corona-Impfempfehlung deutlich überarbeitet. Drei Änderungen betreffen viele Patientinnen und Patienten unmittelbar:

1. Die Altersgrenze steigt von 60 auf 75 Jahre.
Die jährliche Standard-Auffrischung wird jetzt erst ab 75 Jahren empfohlen. Für gesunde Erwachsene unter 75 besteht regelhaft keine Indikation mehr. Grund: In den jüngeren Altersgruppen ist das Risiko eines schweren Verlaufs durch die vorhandene Immunität stark gesunken.

2. Die „Basisimmunität“ entfällt als eigenes Ziel.
Bisher galt: Jede erwachsene Person sollte mindestens drei Kontakte mit dem Virus oder dem Impfstoff gehabt haben, davon mindestens eine Impfung. Diese Empfehlung wurde aufgehoben, weil sie faktisch erfüllt ist. Sie müssen also keine Impfungen mehr „nachholen“, um auf eine bestimmte Zahl zu kommen.

3. Der empfohlene Zeitpunkt rückt nach vorn.
Die Impfung sollte möglichst zu Beginn der COVID-19-Saison im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen — also früher als die Grippeimpfung, die klassisch von Oktober bis Dezember gegeben wird. Beide Impfungen können aber weiterhin am selben Termin verabreicht werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 3. September 2026 die entsprechende Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie beschlossen. Sie tritt erst nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft; bis dahin gilt für die Kostenübernahme die bisherige Fassung. Sprechen Sie uns zum aktuellen Stand einfach an.

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Der beste Zeitraum ist Spätsommer bis Frühherbst. Die STIKO empfiehlt die Impfung möglichst zu Beginn der COVID-19-Saison — bei uns also ab August. Der Impfschutz gegen eine Ansteckung baut sich innerhalb von etwa zwei Wochen auf und lässt über die Monate nach; er soll dann am stärksten sein, wenn die Infektionszahlen im Herbst und Winter steigen.

Sechs Monate Abstand. Zwischen der Auffrischung und Ihrer letzten Impfung oder einer nachgewiesenen Infektion sollten möglichst sechs Monate liegen.

Einmal jährlich genügt. Für die empfohlenen Gruppen ist eine Auffrischung pro Saison vorgesehen, jeweils mit dem aktuell angepassten Impfstoff.

Ein Termin, mehrere Impfungen. Die Corona-Impfung kann zusammen mit anderen Totimpfstoffen gegeben werden — etwa gegen Grippe, RSV, Pneumokokken, Gürtelrose oder Keuchhusten. Wir setzen die Spritzen dann in verschiedene Arme. Mindestabstände zu anderen Impfungen sind dabei nicht einzuhalten — das spart Ihnen Wege, ohne die Verträglichkeit zu verschlechtern.

Wenn Sie ohnehin zur Grippeimpfung kommen: Sagen Sie uns Bescheid, wir prüfen bei der Gelegenheit Ihren gesamten Impfstatus.

So bekommen Sie Ihren Impftermin

Online buchen

Über unsere Online-Terminbuchung wählen Sie Tag und Uhrzeit selbst. Wichtig: Für jede Person wird ein eigener Termin benötigt — auch innerhalb einer Familie.

Offene Sprechstunde ohne Termin

Sie können zur Impfung auch einfach in unsere freie Sprechstunde kommen:

  • Montag bis Freitag, 11:00 – 13:00 Uhr
  • Montag, Dienstag und Donnerstag, 17:00 – 19:00 Uhr

Bitte planen Sie etwas Wartezeit ein.

Was Sie mitbringen sollten

  • Impfpass (falls vorhanden)
  • Versichertenkarte
Welche Impfstoffe verwenden wir?

Corona-Impfstoffe werden — ähnlich wie Grippeimpfstoffe — jedes Jahr an die zirkulierenden Virusvarianten angepasst. Für die Saison 2026/2027 empfiehlt die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Anpassung an die Variante XFG, die Weltgesundheitsorganisation nennt vorrangig LP.8.1. Beide gehören zur JN.1-Familie; LP.8.1-angepasste Impfstoffe gelten laut EMA weiterhin als geeignet.

Wir verwenden ausschließlich in der EU zugelassene, aktuell angepasste Impfstoffe:

ImpfstoffHerstellerArtIn der EU zugelassen seit
ComirnatyBioNTech / PfizermRNA-Impfstoff21.12.2020
SpikevaxModernamRNA-Impfstoff06.01.2021
NuvaxovidSanofi (Entwickl.: Novavax)Proteinbasierter Impfstoff20.12.2021

Keiner der drei ist ein Lebendimpfstoff — sie enthalten keine vermehrungsfähigen Viren. Comirnaty und Spikevax sind mRNA-Impfstoffe und ab einem Alter von 6 Monaten zugelassen, Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Totimpfstoff und ab 12 Jahren zugelassen. Wenn Sie mRNA-Impfstoffe nicht vertragen oder aus persönlichen Gründen einen proteinbasierten Impfstoff bevorzugen, sprechen Sie uns an. Hier (Link zur Impfstoffseite) finden sie nähere Informationen zu den aktuell Verfügbaren COVID.19 Impfstoffen und zur Erstattungssituation

Häufige Fragen zur Corona-Impfung

Die STIKO empfiehlt es nicht routinemäßig, weil der zusätzliche Nutzen in dieser Gruppe gering ist. Verboten ist die Impfung selbstverständlich nicht. Wenn Sie besondere Gründe haben — enger Kontakt zu gefährdeten Angehörigen, eine anstehende Reise, eine geplante Operation oder eine eigene schlechte Erfahrung mit COVID-19 — besprechen wir das gerne persönlich mit Ihnen.

Gehören Sie zu den Gruppen, für die eine Impfempfehlung besteht, übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Die Umstellung auf die neue Altersgrenze wird derzeit in die Schutzimpfungs-Richtlinie überführt — fragen Sie uns im Zweifel nach dem aktuellen Stand. Privatversicherte rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab; die Erstattung richtet sich nach Ihrem Tarif. Wenn Sie sich ohne bestehende Impfempfehlung impfen lassen möchten, ist das als Selbstzahlerleistung möglich — wir nennen Ihnen die Kosten vorab transparent.

Eine durchgemachte Infektion wirkt wie eine Auffrischung des Immunschutzes. Zwischen Infektion und Impfung sollten möglichst sechs Monate liegen. Wer immungesund ist und sich im Laufe des Jahres nachweislich infiziert hat, kann auf die Auffrischung in dieser Saison auch verzichten. Bringen Sie den Befund idealerweise mit — wir entscheiden das gemeinsam mit Ihnen.

Für die empfohlenen Gruppen: einmal pro Jahr, möglichst im Spätsommer oder Frühherbst und mit mindestens sechs Monaten Abstand zur letzten Impfung oder Infektion. Der Schutz vor einer Ansteckung hält nur einige Monate an — der Schutz vor schweren Verläufen deutlich länger.
Ja. Beide Impfungen können gleichzeitig gegeben werden, in der Regel in verschiedene Arme. Das gilt auch für die RSV-, Pneumokokken-, Gürtelrose- und Keuchhusten-Impfung. Mindestabstände zu anderen Impfungen müssen dabei nicht eingehalten werden.
Am häufigsten sind vorübergehende Reaktionen: Druckschmerz, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, seltener Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Fieber. Diese Beschwerden treten meist kurz nach der Impfung auf und klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Schwerwiegende Reaktionen sind sehr selten. Nach mRNA-Impfstoffen wurden in seltenen Fällen Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen beobachtet — überwiegend bei jüngeren Männern und meist innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung; sie verlaufen in der Regel mild. Möglich sind außerdem vorübergehend stärkere Menstruationsblutungen; ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit besteht nicht. Wir besprechen mit Ihnen vorab, worauf Sie achten sollten.
Für gesunde Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Corona-Impfung nicht empfohlen, da die Verläufe in dieser Altersgruppe ganz überwiegend mild sind. Anders ist es bei Kindern ab 6 Monaten mit einer relevanten Grunderkrankung — hier ist eine jährliche Impfung empfohlen. Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren, die noch gar keinen Kontakt zum Virus hatten, benötigen zunächst eine Grundimmunisierung aus mehreren Dosen. Wir beraten Sie dazu gerne.
Für gesunde Schwangere wird die Corona-Impfung nicht mehr routinemäßig empfohlen. Besteht eine Grunderkrankung oder eine schwangerschaftsassoziierte Komplikation, ist die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Sprechen Sie uns an — wir stimmen das gerne auch mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt ab.
Ja. Eine Immunschwäche ist kein Hinderungsgrund — im Gegenteil, für diese Gruppe ist die Impfung ausdrücklich empfohlen. Je nach Grad der Immunsuppression kann ein angepasstes Impfschema mit zusätzlichen Dosen und einem verkürzten Abstand von mindestens vier Wochen sinnvoll sein, gegebenenfalls mit Kontrolle der Antikörper. Das planen wir individuell mit Ihnen.
Nein. Diese Empfehlung wurde im Juli 2026 aufgehoben. Sie müssen keine Impfungen mehr nachholen, um auf eine bestimmte Anzahl zu kommen.
Der Schutz vor einer Ansteckung ist begrenzt und hält einige Monate. Deutlich besser und länger schützt die Impfung vor schweren Verläufen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen — und genau darum geht es bei den empfohlenen Risikogruppen.
Ein Corona-Impfnachweis wird für die Einreise heute praktisch nirgends mehr verlangt. Sinnvoll kann die Impfung dennoch sein — etwa bei einer Kreuzfahrt, einer Fernreise mit begrenzter medizinischer Versorgung oder wenn Sie eine Erkrankung im Urlaub unbedingt vermeiden möchten. Bitte prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts. In unserer reisemedizinischen Sprechstunde schauen wir uns Ihr Reiseziel im Zusammenhang an.
Bei einem leichten Infekt ohne Fieber spricht in der Regel nichts gegen die Impfung. Bei Fieber über 38,5 °C oder deutlichem Krankheitsgefühl verschieben wir den Termin. Rufen Sie im Zweifel kurz an.
Warum Dr. Frühwein & Partner?

Impfen ist bei uns kein Nebenprodukt, sondern Schwerpunkt — seit über 70 Jahren. Wir sind staatlich anerkannte Gelbfieber-Impfstelle, nach ISO 9001 zertifiziert und beraten Sie in mehreren Sprachen. Unsere Praxis liegt zentral in der Brienner Straße und ist barrierefrei zugänglich.

Dr. Markus Frühwein und Dr. Nikolaus Frühwein sind als Impf- und Reisemediziner ausgewiesen und in Fachgesellschaften engagiert. Bei uns bekommen Sie keine Schemaantwort, sondern eine Einschätzung, die zu Ihrer Situation passt.

Quellen
  • Robert Koch-Institut / STIKO: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27.07.2026

  • Robert Koch-Institut: FAQ COVID-19 und Impfen — Umsetzung und Wirksamkeit

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung: „COVID-19: STIKO passt Impfempfehlung an“, 23.07.2026

  • Gemeinsamer Bundesausschuss: Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie, Beschluss vom 03.09.2026

  • Europäische Arzneimittel-Agentur und WHO: Variantenempfehlung für die Saison 2026/2027

  • Paul-Ehrlich-Institut: Zulassungen und Sicherheitsberichte zu COVID-19-Impfstoffen

Stand dieser Informationen: 10.09.2026. Impfempfehlungen können sich ändern. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung.

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