Verhalten und Tipps

auf Reisen

Das richtige Verhalten und das richtige Reisezubehör trägt ebenso zum sicheren Reisen bei wie die Reiseimpfungen und die Malariaprophylaxe. Die Auswahl ist ganz individuell nach Art, Umfang und Reiseziel zu treffen. Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Auswahl. Auf dieser Seite erhalten Sie auch wichtige Verhaltensregeln für Ihre Gesundheit auf Reisen.

Der Umfang der Reiseapotheke richtet sich nach

  • der Art des Reisens: Hotel-Bade-Urlaub oder Treckingtour
  • dem Reiseziel: Seuchensituation, Hygienestandard

Eine individuelle Ergänzung der Reiseapotheke ist notwendig, wenn Vorerkrankungen bestehen.
Wir stellen gerne eine individuelle Reiseapotheke für Sie zusammen. Hierzu können Sie sich auch unserer „Patienteninformation Reiseapotheke“ bedienen.

Wichtige Medikamente sind immer im Handgepäck bei sich zu führen

Prinzipiell sind Flugreisen sehr schonend und ungefährlich, so dass eigentlich fast jeder uneingeschränkt flugtauglich ist.

Neben bestimmten chronischen Erkrankungen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge, beeinträchtigen lediglich schwere Akuterkrankungen wie Herzinfarkt oder Hirnschlag die Flugfähigkeit.
Starke Erkältungen können die Fähigkeit zum Druckausgleich deutlich mindern, was beim Start und Landung zu starken Schmerzen oder sogar bis zum Einriss im Trommelfell führen kann. Hier können vorbeugend Nasentropfen gute Dienste leisten.

Bei Einnahme von Medikamenten wie der Antibabypille oder Insulin ist die Zeitverschiebung beim Flug zu beachten.

  • Binnengewässer in den Tropen wegen Bilharziosegefahr meiden.
  • Festes Schuhwerk hilft Gifttierbisse zu vermeiden. Schuhe vor dem Anziehen kontrollieren!
  • Keine Straßen- oder Wildtiere berühren. Z.B. Tollwutgefahr!
  • Schutz vor Mückenstichen, nicht nur wegen der Malariagefahr.
  • Safer Sex, da HIV und Hepatitis in den tropischen Ländern sehr verbreitet ist.
Insbesondere am Urlaubsanfang sollte man besonders vorsichtig im Umgang mit Hitze und der ungewohnt starken Sonneneinstrahlung sein. Auf regelmäßige Anwendung von Lichtschutzmitteln sowie, wenn überhaupt, zeitlich streng begrenztes Sonnenbaden, ist zu achten.
Die Empfindlichkeit gegenüber der Sonneneinstrahlung ist individuell unterschiedlich und vom Hauttyp abhängig. Insgesamt bedeutet eine starke Bestrahlung immer ein zusätzliches Hautkrebsrisiko sowie ein vorzeitiges Altern der Haut.

Durch Hitze und Sonne kann es auch zu Benommenheit oder sogar Bewusstlosigkeit kommen. Aufgrund des starken Salz- und Wasserverlustes durch Schwitzen sind Kreislaufstörungen nicht selten. Hier ist sofortiges Aufsuchen von Schatten oder einem kühlen Raum notwendig, bei Extremfällen ist der Arzt sofort zu verständigen.

Magen-Darmstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei einem Aufenthalt in den warmen Ländern und sind nicht sicher zu vermeiden. Man muss die unkomplizierte Gastroenteritis (Montezumas Rache) von den gefährlichen, durch Nahrung übertragenen Krankheiten, wie Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht), Cholera, Typhus, Paratyphus, Amöbenruhr oder Shigellenruhr unterscheiden.

Erstere dauert etwa 2 bis 5 Tage. Selten erfolgen mehr als 5 Stuhlentleerungen pro Tag. Länger anhaltende, starke Durchfälle mit Blut oder Schleim sowie Fieber geben Anlass zu Besorgnis. Ein Arzt sollte konsultiert werden.

Eine medikamentöse Vorbeugung ist prinzipiell nicht zu empfehlen. Die beste Vorbeugung ist immer noch angepasstes Verhalten.

Die Grundlage jeder Therapie ist die Ergänzung des Salz-Wasser-Haushaltes im Organismus. Mitbedingt durch hohe Temperaturen kann es bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen sehr schnell zu einer gefährlichen Austrocknung kommen. Zeichen dafür sind zunehmende Kreislaufstörungen und beginnende Bewustseinsstörungen mit Denkstörungen. Besonders gefährdet sind Kinder.

Prinzipiell muss man in den Tropen immer damit rechnen, dass durch Speisen und Getränke Krankheiten übertragen werden können. Dazu gehören die harmlosen Durchfallerreger, aber auch gefährliche Keime wie Amöben (Ruhr), Salmonellen(Typhus), Cholera und insbesondere die Hepatitis-A-Viren (Infektiöse Gelbsucht).

Der englische Slogan „Cook it, boil it, peel it, or forget it“ hat immer noch Gültigkeit. Neben Ungekochtem und Ungeschältem ist besonders Speiseeis oder frischer Salat (Düngung!) zu meiden.

Auch das Eis in den Drinks kann Infektionen übertragen.

Bei den sog. Garküchen geht die Gefahr weniger von den heißen Speisen als vielmehr vom Geschirr und den Getränken aus.

Gerade am Anfang des Urlaubs sollte man nicht zu viel essen und trotz der Verlockungen eines Buffets die Speisen und Getränke sorgfältig auswählen. Die Säurebarriere des Magens ist der wirksamste Schutz vor Darminfektionen.

Besonders in den Tropen wird häufig Alkohol in übergroßen Mengen genossen. Hierdurch kann auch die Wirksamkeit der gleichzeitig eingenommenen Malariaprophylaxe vermindert werden.

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