Diese bakterielle Infektionskrankheit ist sehr ansteckend. Die Zahl der Erkrankungen und das Alter der Erkrankten ist stark abhängig von der Durchimpfungsrate. Begleitende Lungenentzündungen durch andere Erreger, Krampfanfälle und Gehirnbeteiligungen, die oft Dauerschäden hinterlassen, sind als Komplikationen des Keuchhustens hervorzuheben.

Durch die Impfung werden nicht nur die Säuglinge selbst geschützt, sondern es wird auch erreicht, dass die geimpften Kinder später ihre Geschwister im Säuglingsalter nicht mehr gefährden können.

Impfung: Totimpfstoff, Injektion in den Muskel.

Die heute verwendeten azellulären Impfstoffe enthalten nur noch einzelne Eiweißstoffe und sind deutlich besser verträglich als die früher verwendeten Impfstoffe, die aus ganzen abgetöteten Bakterien bestanden. Viele Untersuchungen belegen ihre hohe Wirksamkeit. Wiederholungsimpfungen sind aufgrund der begrenzten Dauer des Impfschutzes notwendig.

Wer soll sich impfen? Eine Grundimmunisierung der Säuglinge und Kleinkinder zum frühest möglichen Zeitpunkt, d. h. unmittelbar nach Vollendung des 2. Lebensmonats ist dringend geboten.
Eine Impfung von älteren, bisher noch nicht geimpften Kindern, schützt nicht nur diese selbst, sondern auch die jüngeren, die noch keinen Impfschutz haben. Entsprechendes trifft auch auf Erwachsene zu, die Kinder betreuen. Enge Haushaltkontakte (Eltern, Geschwister, Kinder betreuende Erwachsene) ohne adäquaten Immunschutz (d.h. ohne frühere Keuchhustenerkrankung oder ohne Impfung innerhalb der letzten 10 Jahre) sollten daher 4 Wochen vor Geburt eines Kindes geimpft werden.

Zeitpunkt der Impfung: Im Säuglingsalter ab vollendetem 2. Lebensmonat: drei Impfungen im Abstand von vier Wochen und eine weitere vierte Impfung im Alter zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Auffrischimpfungen sollten nach dem vollendeten 5. bis 6. Lebensjahr und nach vollendetem 9. bis 17. Lebensjahr durchgeführt werden. Wenn die Auffrischung mit einem Impfstoff erfolgt, der auch eine Komponente gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) bzw. Diphtherie enthält, sollte der Abstand zur letzten Impfung gegen Wundstarrkrampf bzw. Diphtherie möglichst mindestens 5 Jahre betragen, um vermehrte lokale Reaktionen zu vermeiden. Eine frühere Impfung ist jedoch im Einzelfall bei entsprechender Indikation (Geburt eines Geschwisterkindes, Pertussiskontakt) jederzeit möglich.

Häufigste Impfreaktionen: Gute Verträglichkeit, evtl. Rötung oder Schwellung an der Impfstelle. Nur selten kurz anhaltendes Fieber.