Pneumokokken Impfung

Bei den Pneumokokken handelt es sich um bakterielle Erreger, die vor allem zu gefürchteten entzündlichen Erkrankungen der Hirnhaut (bakterielle Meningitis) sowie der Lunge (bakterielle Pneumonie) führen können. Auch Entzündungen des Mittelohrs (Otitis media) sowie der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) werden häufig durch diesen Erreger verursacht.

Die Ansteckung erfolgt als Tröpfcheninfektion. Die Behandlung der Pneumokokkenerkrankungen wird kompliziert durch die weltweit zu beobachtende Zunahme der Antibiotikaresistenz. Bei vielen gesunden Menschen ist der Erreger im Bereich des Nasen-Rachen-Raums vorhanden. Das Risiko einer Erkrankung des Keimträgers selbst oder anderer Personen, die von diesem angesteckt werden können, hängt von den jeweiligen Abwehrkräften des Einzelnen ab. Die Impfung gegen Pneumokokken ist daher für bestimmte Bevölkerungsgruppen angezeigt.

Pneumokokken Impfung: Bis zum 2. Lebensjahr: Pneumokokkenkonjugat-Impfstoff, ab 2. Lebensjahr: Polysaccharid-Impfstoffe.

Wer soll sich impfen?

  • Alle Kinder bis zum 24. Lebensmonat
  • Personen über 60 Jahre
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens – wie z. B. chronische Lungen-, Herz-Kreislaufkrankheit, Zuckerkrankheit, Schwächung des Abwehrsystems, Zustand nach Milzentfernung,
  • Kinder ab vollendetem 2. Lebensmonat mit bestimmten Grundleiden oder chronischen Krankheiten

Zeitpunkt der Impfung: Im Säuglingsalter ab dem vollendeten 2. Lebensmonat. Dreimalige Impfung im Abstand von mindestens 4 Wochen. Abschluss der Grundimmunisierung mit der vierten Impfung nach vollendetem 11. bis 14. Lebensmonat. Die Pneumokokken-Impfung sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.
Im Erwachsenenalter ab dem vollendeten 60. Lebensjahr eine Impfung (Polysaccharidimpfstoff) und Wiederimpfung im Abstand von 6 Jahren.

Bei Personen mit erhöhtem Risiko Auffrischimpfungen mind. alle 3 Jahre für Kinder unter 10 Jahre, danach alle 6 Jahre.

Häufige Impfreaktionen: Der seit Juli 2001 für Kinder unter 2 Jahren in Deutschland zur Verfügung stehende Impfstoff ist in den USA bereits seit längerer Zeit auf dem Markt und zeigte eine gute Verträglichkeit.