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Reisemedizin & Tropenmedizin
Infektiologie / Impfungen
Allgemeinmedizin
Gelbfieberimpfstelle
Die Hepatitis B-Erkrankung ist weltweit verbreitet, wobei in der Bundesrepublik Deutschland eine vergleichsweise geringe Verbreitung vorliegt. Das Hepatitis B-Virus wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, durch Kontakt mit infiziertem Blut (z. B. bei intravenösem Drogengebrauch, Tätowierungen unter nicht hygienisch einwandfreien Bedingungen, im medizinischen Bereich) sowie bei der Geburt von der infizierten Mutter auf das Kind übertragen.
Viele Erkrankungsfälle gehen ohne charakteristische Gelbsucht einher. Das Lebensalter zum Zeitpunkt der Infektion beeinflusst den Krankheitsverlauf. Bei Erwachsenen gehen 5 - 10 % der Fälle von einer akuten in eine chronische Verlaufsform über, d. h. das Virus bleibt ständig im Körper vorhanden, kann also weiterverbreitet werden und führt zu einer Zerstörung und Schrumpfung der Leber. Impfung: gentechnisch hergestelltes HBs-Antigen, daher keine Infektionsgefahr, Injektion in den Muskel.
Wer soll sich impfen?
Zeitpunkt der Impfung: Nach vollendetem zweiten Lebensmonat 3 bis 4 Impfungen, Neugeborene infizierter Mütter unmittelbar nach der Geburt, im Alter von 9 - 18 Jahren Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften, bzw. Komplettieren eines unvollständigen Impfschutzes.
Häufigste Impfreaktionen: Verträglichkeit gut, gelegentlich Rötung und Schwellung an der Impfstelle, selten Fieber und noch seltener Gelenkschmerzen.
Bemerkung: Bei fehlendem Impfschutz und wenn eine Infektionsmöglichkeit besteht, nehmen Sie bitte sofort Kontakt mit Ihrem Hausarzt oder Kinderarzt auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Unter bestimmten Umständen lässt sich eine Infektion durch Gabe von Immunglobulinen (Abwehrstoffe) und / oder gleichzeitiger Impfung noch verhindern.