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FSME: Zecken-Impfung

In Deutschland werden von Zecken im wesentlichen zwei Erkrankungen übertragen, zum einen die von Bakterien (Borrelien) verursachte Borreliose (Lyme-Erkrankung), die Haut, Gelenke, das Herz und das Nervensystem befallen kann und zum anderen die von Viren verursachte FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis). Durch FSME kann es zur Erkrankung von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark kommen.


Für die Bakterienerkrankung Borreliose existiert in Europa keine Impfung. Am Anfang der Erkrankung ist eine Behandlung mit Antibiotika gut möglich. Die Viruserkrankung FSME kann nicht ursächlich behandelt werden. Ein Schutz ist aber u. a. durch die aktive FSME-Impfung möglich. Bis auf wenige Ausnahmen in Schwaben und dem westlichen Oberbayern sowie dem nördlichen Unterfranken sind mittlerweile fast alle Landkreise Bayerns als FSME-Risikogebiet ausgewiesen. Eine aktuelle Zusammenstellung der Risikogebiete kann auf der Internetseite des Bayerischen Gesundheitsministeriums (www.stmugv.bayern.de) abgerufen werden.

Impfung: Inaktiviertes FSME-Virus, Injektion in den Muskel

Wer soll sich impfen? Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und dort verhaltensbedingt (Berufsausübung, Freizeitaktivitäten) gegenüber Zecken exponiert sind. Weitere Risikogebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen  sowie Rheinland-Pfalz.

Zeitpunkt der Impfung: Bevorzugter Impftermin ist die kalte Jahreszeit, damit bis zum Beginn der nächsten „Zeckensaison“ ein wirksamer Impfschutz aufgebaut wird. Für einen Grundschutz sind drei Impfdosen in bestimmten Abständen notwendig.
Nach 3-5 Jahren soll die Impfung bei fortbestehendem Infektionsrisiko durch eine einzelne Impfdosis aufgefrischt werden.

Häufige Impfreaktionen: In ca. 10%  leichtes bis mäßiges Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, bei ca. 1% vorübergehende Gelenk- und Muskelschmerzen.

Hinweis! Zu Risikogebieten in anderen europäischen Ländern fragen Sie Ihren Arzt oder das Gesundheitsamt. Hier erhalten Sie auch Auskünfte zur Impfung im Kindesalter, zu Möglichkeiten der Vermeidung von Zeckenstichen usw.

 




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