Was tun bei Durchfall und Erbrechen?
Magen-Darmstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei einem Aufenthalt in den warmen Ländern und sind nicht sicher zu vermeiden. Man muss die unkomplizierte Gastroenteritis (Montezumas Rache) von den gefährlichen, durch Nahrung übertragenen Krankheiten, wie Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht), Cholera, Typhus, Paratyphus, Amöbenruhr oder Shigellenruhr unterscheiden.
Erstere dauert etwa 2 bis 5 Tage. Selten erfolgen mehr als 5 Stuhlentleerungen pro Tag. Länger anhaltende, starke Durchfälle mit Blut oder Schleim sowie Fieber geben Anlass zu Besorgnis. Ein Arzt sollte konsultiert werden.
Eine medikamentöse Vorbeugung ist prinzipiell nicht zu empfehlen. Die beste Vorbeugung ist immer noch angepasstes Verhalten.
Die Grundlage jeder Therapie ist die Ergänzung des Salz-Wasser-Haushaltes im Organismus. Mitbedingt durch hohe Temperaturen kann es bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen sehr schnell zu einer gefährlichen Austrocknung kommen. Zeichen dafür sind zunehmende Kreislaufstörungen und beginnende Bewustseinsstörungen mit Denkstörungen. Besonders gefährdet sind Kinder.