Malaria auf Fernreisen: Malaria in Mali
Schön waren die zwei Wochen Urlaub beim Freund in Mali im Sommer diesen Jahres. Weniger schön empfand Johanna M. (Name geändert) das Fieber mit Schüttelfrost beginnend einen Tag vor Rückreise, das auch nach Heimkehr nicht besser werden wollte. Noch weniger schön waren die kleinen Ringchen, die wir dann unter dem Mikroskop im Blutausstrich fanden: Malaria Tropica, die gefährlichste und häufigste Form der Malaria: Einweisung ins Krankenhaus und vollständige Erholung nach wenigen Tagen.
Insgesamt ist die Gefahr durch Malaria weltweit eher rückläufig. Dies durch intensive Programme der Weltgesundheitsorganisation. Und der Besuch eines Freundes in Mali ist, auch reisemedizinisch gesehen, etwas anderes als der Besuch z.B. am Tegernsee. Deshalb sollte man schon wissen, wo Malaria auftritt und wie häufig. Dafür sind dann qualifizierte Reisemediziner zuständig, die man z.B. unter
www.frm-web.de finden kann. Die Art der Vorbeugung ist immer ganz individuell zu besprechen, ob man sich nun für ein Notfallmedikament, sog. stand-by oder für die vorbeugende Einnahme entscheidet.
Die Vorbeugung über Gin-Tonic ist nur in die Gerüchteküche zu stellen. Entsprechende Dosen Chinin hierdurch würden eher zur massiven Alkoholvergiftung führen. Auch homöopathische Medikamente wiegen in falscher Sicherheit.
Wie erkenne ich auf Reisen eine Malaria? Jede fieberhafte Erkrankung in den entsprechenden Regionen ist so lange auf Malaria verdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist. Ist kein Arzt da oder kommt einem dieser gefährlicher als das Fieber vor, kann man zum Notfallmittel greifen. Ist das Fieber dann nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen vergangen, muss dringend ein Krankenhaus aufgesucht werden, da Malaria ab etwa 6 Tagen tödlich enden kann. Aber:
Jede Malaria ist heilbar und ausheilbar, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt wird.