KW 32 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Peru
Im Distrikt Nieva, im Norden der Amazonas-Region Perus, sind vier Kinder an der Tollwut verstorben. Es handelt sich um Fledermaus-Tollwut. Überträger ist die Gemeine Vampir-Fledermaus (Desmodus rotundus). Diese Fledermausart ist nachtaktiv und ritzt an Weidetieren oder auch an Menschen, die die Nacht im Freien verbringen, ein Blutgefäß an und leckt das austretende Blut auf. Mit seinem gerinnungshemmenden Speichel übertragen infizierte Tiere die Tollwut auf den Menschen oder auf Weidetiere. Die Infektion kann dadurch verhindert werden, dass die Nächte nicht im Freien verbracht werden (ProMED, 11. August 2010).

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Namibia
In Karas in Namibia ist ein Farmer am Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber erkrankt. Es handelt sich um den ersten bekannt gewordenen Fall dieses hämorrhagischen Fiebers in Namibia. Die Infektionsquelle und der Übertragungsweg des Erkrankungsfalls sind unbekannt. Es kommt ein Zeckenstich oder Kontakt mit dem Blut oder Organen von virämischen Tieren in Frage. Reisende nach Namibia sollen Maßnahmen zum Schutz vor Zecken durchführen und direkte Kontakte mit Tierblut oder Organen von Tieren vermeiden (ProMED, 10. August 2010).

Masern in Neuseeland
In der neuseeländischen Stadt Auckland sind zwei Fälle von Masern aufgetreten. Es handelt sich um zwei Kinder. Es ist keine epidemiologische Verbindung zwischen den beiden Erkrankungsfällen erkennbar. Die Gesundheitsbehörden glauben nun, dass eine weitere Verbreitung der Masern möglich ist. Sie empfehlen grundsätzlich allen Personen eine Impfung. Reisende nach Neuseeland sollen ihren Impfstatus gegen Masern überprüfen und ggf. komplettieren (ProMED, 10. August 2010).

Dengue-Fieber auf den Philippinen
Drei weitere Provinzen auf dem asiatischen Inselstaat haben eine Dengue-Fieber-Ausbruchssituation erklärt. Es handelt sich um die Provinzen Sangguniang Panlalawigan, (Western Visayas Region), Ifuago (Luzon)und Rizal. Dort hat in den letzten Tagen die Zahl an Erkrankungs- und Todesfällen rapide zu genommen. Dengue-Fieber tritt mittlerweile in weiten Teilen der Philippinen epidemisch auf. Reisende auf die Philippinen sollen einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 10. August 2010).

Dengue-Fieber in Malaysia
Aus dem südostasiatischen Malasyia wurden seit Jahresbeginn rund 30.000 Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber registriert. 67 Patienten sind an der Virusinfektion verstorben. Dies bedeutet einen Anstieg der Erkrankungsfälle um 5% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, jedoch einen Anstieg der Todesfälle um rund 40%. Reisende nach Malaysia sollen einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 10. August 2010).

Dengue-Fieber in den USA
Aus dem US-Bundesstaat Florida werden weitere autochthone Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber gemeldet. Aktuell ist auf den Keys, den Florida vorgelagerten Inseln. Aktuell ist von mindestens 24 Erkrankungsfällen die Rede. Die Behörden befürchten eine Etablierung des Dengue-Virus in der lokalen Mosquito-Population und einen endemischen Status der Virusinfektion. Reisende auf die Keys sollen bei vorhandenen Stechmücken-Populationen einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 10. August 2010).

Dengue-Fieber in Jamaika
Auf der karibischen Insel Jamaika sind seit Ausbruch des Dengue-Fiebers in diesem Jahr 77 Menschen erkrankt. Davon zeigen sieben Patienten hämorrhagische Verlaufsformen. Die Behörden sprechen von einem tendenziellen Anstieg der Erkrankungsfälle. Besonders gefährdet scheinen 150 Ortschaften auf der Insel. Diese werden aktuell mit Insektiziden besprüht, um Stechmücken zu töten und deren Brutplätze zu sanieren. Reisende auf Jamaika sollen bei vorhandenen Stechmücken-Populationen einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 10. August 2010).

Dengue-Fieber in Honduras
In Honduras sind in diesem Jahr bereits mehr als 33. 000 Menschen am Dengue-Fieber erkrankt. Mehr als 1.000 Patienten erkrankten an schweren hämorrhagischen Verlaufsformen, 43 Patienten verstarben. Es handelt sich damit um einen der schwersten Ausbrüche überhaupt und um die höchste Zahl von Erkrankungsfällen an Dengue-Infektionen überhaupt. Reisende nach Honduras sollen vor Reiseantritt über das erhöhte Infektionsrisiko informiert werden und einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 10. August 2010).

Hantavirus Kardiopulmonales Syndrom in Kanada
In der kanadischen Provinz Saskatchewan ist ein Mann am Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt. Es handelt sich um den ersten entsprechenden Erkrankungsfall seit zwei Jahren in der kanadischen Provinz. Erreger ist vermutlich das Sin Nombre-Virus, das durch die Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) übertragen wird. Die Übertragung erfolgt aerogen durch mit Nagerexkrementen kontaminiertem Staub oder direkten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen. Besonders gefährdet sind Bewohner von Nager-infestierten Gebäuden. Diese sollten in keinem Fall trocken geputzt oder ausgekehrt werden (ProMED, 10. August 2010).

West Nil-Fieber in Griechenland
Aus Makedonien im Norden Griechenlands wird eine ungewöhnlich hohe Aktivität von West Nil-Virus beobachtet. Insgesamt wird von mindestens 16 Meningoenzephalitis-Fällen durch West Nil-Virus berichtet. Drei Patienten sind bisher nachgewiesen an West Nil-Infektionen verstorben. Es handelte sich ausschließlich um ältere Patienten. Ursache für die hohe Aktivität des Virus scheinen die starken Regenfälle und die nachfolgend hohen Temperaturen zu sein, die ideale Bedingungen für das Wachstum von Stechmücken darstellen. Reisende in die Provinz Makedonien in Griechenland sollen einen ganztägigen individuellen Stechmücken-Expositionsschutz durchführen (ProMED, 9./10. August 2010)

Masern in Argentinien aus Südafrika
In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires wurden drei Verdachtsfälle von Masern identifiziert. Alle drei Patienten waren im Verlauf der Inkubationszeit in Südafrika und hatten dort mit der einheimischen Bevölkerung Kontakte. Die argentinischen Behörden gehen davon aus, dass es sich um in Südafrika erworbene Infektionen handelt. Alle Ärzte in Buenos Aires wurden verständigt und aufgefordert, verstärkt auf Symptome der Masern bei den Patienten zu achten. In der Region wurden seit 2002 keine Masern-Fälle mehr bekannt. Reisende sollen grundsätzlich einen Immunschutz gegen die Masern aufweisen. Aktuell soll der Immunschutz gegen Masern bei Reisen in das südliche Afrika überprüft und ggf. vervollständigt werden (ProMED, 9. August 2010).

Malaria auf den Philippinen
Neben einer Dengue-Epidemie meldet die philippinische Provinz Rizal auch erhöhte Erkrankungszahlen von Malaria. Betroffen sind insbesondere die weiter entfernten Dörfer. Insgesamt ist von mehr als 300 Erkrankungsfällen an Malaria die Rede. Die Identifizierung des Erregers wurde nicht genannt. Reisende in die Provinz Rizal sollen eine Malaria-Prophylaxe nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin durchführen (ProMED; 8. August 2010).

Viszerale Leishmaniose im Sudan
Aus dem sudanesischen Bundesstaat Jonglei wird ein Ausbruch der viszeralen Leishmaniose (Kala-azar) gemeldet. Allein im Distrikt Ayod wurden mehr als 130 hospitalisierte Erkrankungsfälle und 48 Todesfälle registriert. Weitere Distrikte des Bundesstaats sind aufgrund der Regenfälle und der daraus resultierenden unpassierbaren Straßen nicht erreichbar. Es wird vermutet, dass sich die Zahl der Erkrankungs- und Todesfälle noch weiter erhöhen wird. Reisende in den Sudan sollen Maßnahmen zum Schutz vor Sandmückenstichen durchführen (ProMED, 8. August 2010).

Pest in den USA
Aus Reynold’s Pass im Süden des US-Bundesstaats Montana wurde bei einer Katze eine Pest-Infektion diagnostiziert. Es handelt sich um eine Katze, die sowohl im als auch außerhalb des Hauses umherstreifte. Die Infektion erfolgte vermutlich durch Kontakt mit einem Pest-infizierten Nagetier. Katzen können eine Schnupfensymptomatik nach Infektion mit Pest entwickeln und mit den Erreger-haltigen Ausscheidungen Menschen infizieren. Veterinäre raten in Pest-endemischen Gebieten möglichst keine Katzen umherstreifen und in Kontakt mit Nagetieren kommen zu lassen. Der tierische Pestfall erinnert daran, dass große Teile des Westen der USA Pest-endemische Gebiete sind (ProMED; 8. August 2010).

Chandipura-Virusenzephalitis in Indien
Im indischen Bundesstaat Gujarat sind zwei Kinder akut an einer Form der Enzephalitis verstorben, die durch Chandipura-Virus verursacht wird. Es handelt sich um ein Virus aus der Familie der Rhabdoviren (Tollwut-ähnlich). Es wird durch Sandmücken übertragen und verursacht seit 2004 in Indien größere Ausbrüche von Enzephalitis mit einer hohen Letalität. Das genaue Risiko einer Infektion ist unklar. Auch die klinische Unterscheidung zur Japan-Enzephalitis ist schwierig, so dass beide Erkrankungen miteinander verwechselt werden. Reisende nach Gujarat sollen eine individuelle Sandmücken- und Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 8. August 2010).

Hantavirus Kardiopulmonales Syndrom in den USA
In Everret, County Snohomish, im US-Bundesstaat Washington ist ein Mann am Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt. Es handelt sich um den zweiten Erkrankungsfall dieser Infektion im Jahr 2010. Erreger ist vermutlich das Sin Nombre-Virus, das durch die Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) übertragen wird. Die Übertragung erfolgt aerogen durch mit Nagerexkrementen kontaminiertem Staub oder direkten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen. Besonders gefährdet sind Bewohner von Nager-infestierten Gebäuden. Diese sollten in keinem Fall trocken geputzt oder ausgekehrt werden (ProMED, 8. August 2010).

Masern in Brasilien
Aktuell werden aus der brasilianischen Stadt Belem, Distrikt Guama im Bundesstaat Para mindestens 216 Verdachtsfälle von Masern gemeldet. Brasilien galt für mehrere Jahre Masern-frei. Die aktuellen Verdachtsfälle scheinen durch importierte Erkrankungsfälle ausgelöst worden zu sein. Seit dem Jahr 2000 wurden in Brasilien insgesamt neun eingeschleppte Fälle von Masern beobachtet. Reisende sollen grundsätzlich einen Immunschutz gegen die Masern aufweisen. Reisen stellen eine gute Gelegenheit dar, im Rahmen der reisemedizinischen Beratung den Masern-Immunschutz zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen (ProMED, 7. August 2010).

Brucellose auf den Fidschi-Inseln
In mehreren Farmen auf den Fidschi-Inseln wurde in Rindern Brucellose festgestellt. Aktuell sind mindestens sieben Farmen betroffen. Sie werden augenblicklich saniert und Brucellose-frei gemacht. Grundsätzlich sollen bei Reisen in die Tropen tierische Produkte nur in vorbehandeltem Zustand verzehrt werden, da hier nicht die Qualitätsstandards industrialisierter Länder herrschen (ProMED, 7. August 2010).

Masern in Sambia
Im afrikanischen Sambia sind die Masern weiterhin hoch-aktiv. Die Gesundheitsbehörden melden im Rahmen des aktuellen Ausbruchs mehr als 6.200 Erkrankungsfälle und 110 Todesfälle. 80% der Erkrankungsfälle und mehr als 95% der Todesfälle traten in der Hauptstadt Lusaka auf. Dies lässt vermuten, dass die Zahlen in den Provinzen noch wesentlich höher sein könnten. Reisende sollen grundsätzlich einen Immunschutz gegen die Masern aufweisen. Aktuell soll der Immunschutz gegen Masern bei Reisen in das südliche Afrika überprüft und ggf. vervollständigt werden (ProMED, 6. August 2010).

Milzbrand in den USA
Aus dem US-Bundesstaat Texas werden zwei Ausbrüche von Milzbrand - unabhängig voneinander - bei Hirschen gemeldet. Im Kinney County wurde die bakterielle Infektion bei einem Weißwedelhirsch diagnostiziert. In Edwards County konnte die Infektion bei einem Sikkahirsch auf einer Farm mit ausländischen Hirscharten diagnostiziert werden. Dort hatte sich ein Jäger, der einen Sikkahirsch geschossen und abgehäutet hatte, vermutlich am Hautmilzbrand infiziert. Nach unbestätigten Aussagen könnte auf bis zu 20 Ranches in den beiden betroffenen texanischen Counties Fälle von Milzbrand bei einheimischen und exotischen Hirschen aufgetreten sein. Milzbrand sollte bei jedem Weidetier vermutet werden, wenn bei einem verendeten Tier Blut aus den Körperöffnungen nachweisbar ist. Entsprechende Tiere sollten in keinem Fall berührt werden (ProMED, 12. August 2010).

Cholera in Kamerun
Aus dem Norden Kameruns wird der heftigste Cholera-Ausbruch der letzten zehn Jahre gemeldet. Aktuell sind mindestens 1.456 Menschen erkrankt und 109 Menschen sind an der Infektion verstorben. 14 der 28 Distrikte sind betroffen. Reisende in den Norden Kameruns sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 8. August 2010).

Cholera in Angola
Angola meldet in diesem Jahr bereits mehr als 1.400 Erkrankungsfälle an Cholera. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um ca. 20%. 34 Patienten sind an der Cholera in diesem Jahr bereits verstorben. Nähere Informationen über die geographische Verbreitung sind nicht verfügbar. Reisende nach Angola sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 8. August 2010).

Cholera in Somalia
In der im Süden des afrikanischen Landes Somalia gelegenen Bay Region sind mindestens 12 Kinder an Cholera erkrankt. Mindestens sieben Kinder sind an der Infektion verstorben. Angaben über die Gesamtzahl zeigen mehr als 3.100 Erkrankte, davon mehr als 95% in der südlichen Region Somalias und 14 Todesfälle in der betroffenen Region. Reisende nach Somalia und insbesondere in die genannte Region sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 8. August 2010).

Cholera in Nigeria
Die nigerianische Region von Bauchi meldet mehr als 160 Erkrankungsfälle von Cholera und mindestens 6 Todesfälle durch Cholera. Nähere Informationen über den Ausbruch liegen nicht vor. Reisende nach Nigeria und insbesondere in die genannte Region sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 8. August 2010).

Cholera in Kenia
Seit Jahresbeginn melden die kenianischen Gesundheitsbehörden insgesamt mehr als 3.180 Fälle von Cholera. 63 Menschen sind an der Cholera verstorben. Betroffen sind 34 Distrikte des Landes, wobei nach eigenen Angaben in 29 Distrikten die Cholera unter Kontrolle ist. In der letzten Woche wurden aus keinem der betroffenen Distrikte neue Erkrankungsfälle gemeldet. Reisende nach Kenia und auch in die Touristenregionen Kenias sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 8. August 2010).

Cholera in Nepal

Im Distrikt Banke, im zentralen Westen des Landes, ist seit zwei Wochen die Cholera ausgebrochen. Nach aktuellen Informationen einer Regierungsdelegation in die betroffene Region sind mehr als 500 Menschen erkrankt und seit Beginn des Ausbruchs mindestens sechs Patienten an der Cholera verstorben. Reisende in die betroffene Region Kenias sollen die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 10. August 2010).

Cholera in Hongkong
Die chinesischen Gesundheitsbehörden in der Stadt Hongkong melden zwei autochthone Fälle von Cholera. Es handelt sich um einen Indexfall und eine Frau, die enge Kontakte zum Indexfall hatte. Bei beiden Patienten wurde im Stuhl Vibrio cholerae nachgewiesen. Nähere Informationen zum Sero- und Biotyp wurden nicht genannt. Die Gesundheitsbehörden der Stadt rufen die gesamte Bevölkerung der Stadt auf, die Standard-Hygienemaßnahmen bei der Zubereitung von Speisen sowie die grundlegenden Empfehlungen der persönlichen Hygiene zu beachten (ProMED, 10. August 2010).

Cholera in Papua-Neuguinea

Der seit Monaten in Papua-Neuguinea herrschende Cholera-Ausbruch fordert weiter Opfer. Innerhalb der ersten Augustwoche waren in der Hauptstadt Port Moresby mindestens acht Menschen mit Cholera in Krankenhäuser eingewiesen worden. Insgesamt ist mittlerweile von mehr als 1.200 Erkrankten die Rede. Als wichtigster Grund für das Weiterbestehen des Ausbruchs in der Hauptstadt wird die schlechte Versorgung mit sauberem Trinkwasser genannt. Reisende nach Papua-Neuguinea sollen die Empfehlungen der Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 10. August 2010).

Cholera auf den Philippinen

Die Gesundheitsbehörden der philippinischen Stadt Zamboanga haben im zur Stadt zugehörigen Sub-Distrikt Vitali, ca. 70 km östlich der Stadt, einen Cholera-Ausbruch gemeldet. Von den bisher 30 Verdachtsfällen konnten bisher mindestens 17 Fälle als Cholerafälle bestätigt werden. Als Infektionsquelle konnte die einzige, im Sub-Distrikt verfügbare Trinkwasserquelle identifiziert werden. Bisher wurde über keine Ausbreitung der Cholera in andere Teile der Stadt berichtet. Reisende nach Zamboanga und insbesondere in den Subdistrikt Vitali sollen die Empfehlungen der Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 10. August 2010).

Cholera in Kambodscha
In Vietnam wurden drei Fälle von Cholera bei kambodschanischen Bewohnern diagnostiziert, die zur Behandlung über die Grenze nach Vietnam gekommen waren. Die vietnamesischen Behörden gehen von einem Cholera-Ausbruch in Svay Rieng, jenseits der Grenze auf kambodschanischer Seite aus. Auch aus der kambodschanischen Provinz Prey Veng wird ein Ausbruch mit wässrigem Durchfall gemeldet, wobei die Cholera vermutet wird. Der Ausbruch wurde in einem Provinz-Gefängnis gefunden. Dort sind mehr als 60 Insassen erkrankt. Fünf Patienten sind in kritischem Zustand. Es wird vermutet, dass die Cholera auch in anderen Teilen des Landes aktiv ist. Reisende nach Kambodscha sollen grundsätzlich die Empfehlungen der Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 10. August 2010).



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