KW 30 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in den USA
Im US-Bundesstaat North Dakota ist der dritte Fall von Milzbrand bei einem Rind in diesem Jahr aufgetreten. Es handelt sich um einen Einzelfall in Barnes County. Weitere einzelne Krankheitsfälle traten bisher in Dickey County und im westlichen Teil von Sioux County auf. Aktuell handelt es sich nicht um ein Ausbruchsgeschehen. Einzelne Erkrankungsfälle bei nicht geimpften Rindern, bei Bisons und bei Hirschen treten jährlich in North Dakota auf. Reisende in die Prärien North Dakotas sollen jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder Tierkadavern vermeiden (ProMED, 26. Juli 2010).

Melioidose und Leptospirose in Malaysia
In der malaysischen Provinz Pahang sind in diesem Jahr bereits doppelt so viele Erkrankungsfälle von Leptospirose und Melioidose aufgetreten wie im  Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt ist von rund 150 Patienten die Rede im Vergleich zu 83 Erkrankungsfällen im Vorjahr. Die meisten Erkrankten zeigten eine unspezifische Fiebersymptomatik. Mitte Juli wurde nun ein Freizeitpark geschlossen, nachdem sechs Personen an Leptospirose verstorben und weitere 83 Personen sich an den Leptospiren infiziert hatten. Beide Erkrankungen werden durch stehende Gewässer übertragen, die mit Leptospiren durch Ausscheidungen von Nagetieren kontaminiert wurden. Reisende nach Südostasien und Nord-Australien, insbesondere mit Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) sollen jeden direkten Hautkontakt mit Wasser oder feuchter Erde vermeiden (ProMED; 26. Juli 2010).

Brucellose in Malaysia
In der malaysischen Provinz Penenag ist ein Junge an Brucellose erkrankt. Als Folge werden nun Ziegenmilch und auch die Ziegenbestände kontrolliert. Eine Herde aus 98 Ziegen wurde gekeult. Von einem der Tiere stammte die Milch, die den Jungen infiziert hatte. Grundsätzlich ist in den Ländern der zweiten und dritten Welt mit Brucellose-haltigen Tierbeständen zu rechnen. Reisende sollten unbehandelte Milch und Milchprodukte von Rindern, Schafen und Ziegen in diesen Ländern nicht zu sich nehmen (ProMED, 25. Juli 2010).

Mumps in England
Der Mumpsausbruch in England hält weiter an. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Ferienwochen sogar noch zuspitzen wird. Es wird erwartet, dass Tausende von Besuchern nach Brighton und Hove kommen, zwei Zentren der Tourismusindustrie im Süden Englands. Bisher sind in der Grafschaft Sussex mehr als 110 Erkrankungsfälle von Mumps aufgetreten, davon allein die Hälfte in der Region von Brighton und Hove. Die englischen Gesundheitsbehörden fordern nun alle Besucher der Region auf vorher ihren Mumps-Immunschutz zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen (ProMED; 24. Juli 2010).

Poliomyelitis in Tadschikistan und Russland
In Tadschikistan sind seit dem erneuten ausbrechen der Poliomyelitis 430 Menschen an der Polio erkrankt. Davon sind 19 Patienten verstorben. Mittlerweile sind vier nationale Polio-Impfkampagnen durchgeführt worden, bei denen die hauptsächlich gefährdeten Altersgruppen von 0 bis 15 Jahren zu mehr als 97% im gesamten Land durchgeimpft wurden. Aus dem benachbarten Russland werden aktuell sieben Erkrankungsfälle gemeldet. Ein russischer Fall ist erstmalig im Fernen Osten in der Region von Khabarovsk aufgetreten. Es handelt sich dabei um einen sechsmonatigen Säugling. Alle russischen Erkrankungsfälle wurden bisher importiert, eine autochthone Ausbreitung in der russischen Bevölkerung wurde bisher nicht beobachtet. Reisende nach Russland sollen über eine ausreichende Immunität gegen Poliomyelitis verfügen (ProMED, 23./24. Juli 2010).

Japan-Enzephalitis in Indien
Aus dem im Nordosten Indiens gelegenen Bundesstaat Meghalaya werden mindestens zwei Erkrankungsfälle von Japan-Enzephalitis gemeldet. Betroffen sind die im Osten des Bundesstaats gelegenen Distrikte Ri-Bhoi und West Khasi Hills. Das genaue Ausmaß der Japan-Enzephalitis-Aktivität und mögliche Vektoren des Virus wurden nicht genannt. Reisende in diesen Teil des Landes sollen eine individuelle ganztägige Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen. Bei längeren Aufenthalten oder erhöhtem Infektionsrisiko durch Exposition mit Stechmücken kann eine Japan Enzephalitis-Impfung durchgeführt werden (ProMED; 23. Juli 2010).

Mumps in Israel
In Israel sind seit Jahresbeginn bereits rund 3.400 Erkrankungsfälle mit Mumps aufgetreten, davon allein in Jerusalem mehr als 2.400 Fälle. In früheren Jahren wurden in Israel jährlich zwischen fünf und zehn Erkrankungsfälle gemeldet. Ursprünglich betroffen waren Schüler geistlicher Schulen, die sich im Rahmen von Aufenthalten in entsprechenden Schulen New Yorks infiziert hatten und das Mumps-Virus nach Israel und in andere europäische Länder einschleppten. Dort kam es nun teilweise zu größeren Ausbrüchen. Mittlerweile ist das Virus über die ursprünglich betroffenen Yeshivot-Schulen hinaus in die normale Bevölkerung eingedrungen. Reisende nach Israel und besonders nach Jerusalem sollen über einen ausreichenden Immunschutz gegen Mumps (dokumentiert durchgemachte Infektion oder zweimalige Impfung) verfügen (ProMED, 23. Juli 2010).

Konjunktivitis in Bhutan
Aus dem ostasiatischen Land Bhutan wird ein Konjunktivitis-Ausbruch gemeldet. Innerhalb eines Tages wurden 35 Erkrankungsfälle gemeldet. Die meisten Fälle traten bei Schülern und Studenten auf. Bisher wurden keine genaueren Anngaben zur geographischen Verbreitung gemacht. Besonders betroffen scheint die Stadt Phuentsholing zu sein. Auch über die Ursache wurden bisher keine weiteren Angaben gemacht. Üblicherweise handelt es sich um Virusinfektionen durch Adenoviren oder Enteroviren. Die Übertragung erfolgt meist über Kontaktinfektion (Schmierinfektion). Reisende nach Bhutan sollen die Empfehlungen der individuellen Hygiene strikt beachten (ProMED, 23. Juli 2010).

Östliche Pferdeenzephalitis in den USA
Weiterhin ist in einigen Bundesstaaten der USA eine erhöhte Aktivität der Östlichen Pferdeenzephalitis zu verzeichnen. Mittlerweile melden die Gesundheitsbehörden von Hillsborough in Florida den ersten menschlichen Todesfall. Die erhöhte Aktivität in der Region von Hillsborough wird dadurch dokumentiert, dass auch vier Pferde an der durch Stechmücken übertragenen Virusinfektion verendeten. Die Östliche Form der Pferdeenzephalitis gilt als die gefährlichste Form der amerikanischen Pferdeenzephalitiden. Besonders gefährdet sind Menschen in den extremen Altersgruppen. Reisende nach Florida sollen bei Vorhandensein von Stechmücken-Populationen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 23. Juli 2010).

Influenza A H1N1 in Bhutan

Insgesamt mehr als ein Drittel aller Schüler einer Schule sind an einem hochfieberhaften Infekt mit Respirationstrakt-Symptomatik erkrankt. Daraufhin wurde die gesamte Schule in Daga im Dagana Distrikt in Bhutan für eine Woche geschlossen. Obwohl bisher keine Angaben zum verursachenden Erreger bekannt sind, halten sich hartnäckig inoffizielle Informationen, dass es sich um einen  Ausbruch der Influenza AH1N1 (pandemische Influenza A H1N1) handelt. Eine Impfung der Schüler ist aufgrund der knappen Vorräte an Impfstoff nicht möglich. Reisende nach Bhutan sollen aufgrund der unklaren epidemiologischen Situation bei vorhandener Indikation eine Impfung gegen Influenza einschließlich dem Serotyp A H1N1 durchführen (ProMED, 26. Juli 2010).

Venezolanische Pferdeenzephalitis in Kolumbien
Nach inoffiziellen Angaben sind in Kolumbien aktuell drei Ausbrüche mit Venezolanischer Pferdeenzephalitis im Gang. Zwei der Ausbrüche ereignen sich in der Provinz Madalena und ein Ausbruch in der Provinz Cordoba. Insgesamt sind bisher 44 Pferde an der durch Stechmücken übertragenen Alphavirus-Infektion verendet. Zum verursachenden Virustyp wurden keine Angaben gemacht. Endemisch zirkuliert in der Küstenregion Kolumbiens der Subtyp ID. Dieser kann durch zwei Mutationen im E-Gen in einen epidemischen Typ IC geändert werden. Reisende in die beiden Provinzen Kolumbiens sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED; 27. Juli 2010).

Influenza A H1N1 in Indien
Auf dem indischen Subkontinent wird in mindestens drei Bundesstaaten eine erhöhte Influenza A H1N1-Aktivität berichtet. In Kerala ist mindestens ein Patient an der Influenza verstorben. Zur Zahl der Infektionen wurden keine Angaben gemacht. Im Bundesstaat Karnataka wird ebenfalls über einen Todesfall bei einem dreijährigen Kind berichtet. Hier wurden die Mitglieder der gesamten Familie des Kindes zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen. Auch hier fehlen allerdings belastbare Zahlen zur Zahl der Erkrankten. Im Bundesstaat Sikkim erkrankten sechs Fußballspieler an der Influenza A H1N1. Das betroffene Team wurde nun aufgefordert, seine Teilnahme am Turnier zurückzuziehen, um eine Infektion anderer Teams zu vermeiden. Sikkim ist der erste Staat im Norden Indiens mit einer erhöhten Rate von H1N1-Influenzafällen. Reisende in die genannten indischen Bundesstaaten sollen aufgrund der unklaren epidemiologischen Situation bei vorhandener Indikation eine Impfung gegen Influenza, einschließlich dem Serotyp A H1N1, durchführen (ProMED, 26. Juli 2010).

Vancomycin-resistente Enterokokken in Schweden

In Schweden ist ein deutlicher Anstieg des Anteils Vancomycin-resistenter Enterokokken zu beobachten. Betroffen sind insbesondere Krankenhäuser und Seniorenheime. Molekularbiologische Untersuchungen zeigen, dass es sich vor allem um klonale Ausbreitung eines einzelnen Erregerklons handelt. Dies konnte in Untersuchungen in drei entfernt voneinander gelegenen Ausbrüchen (Stockholm, Vastmanland, Halland) aufgezeigt werden. Es handelt sich um einen neuen, erstmals in Schweden identifizierten Klon, der in anderen Ländern Europas bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Reisende mit Krankenhausaufenthalten in Schweden sollen ggf. auf Vancomycin-resistente Enterokokken untersucht werden (ProMED, 28. Juli 2010).

Östliche Pferdeenzephalitis in den USA
Aus dem US-Bundesstaat Massachusetts wird der erste Fall von Östlicher Pferdeenzephalitis bei einem Pferd in diesem Jahr gemeldet. Es handelt sich um einen sehr frühen Beginn der Übertragungssaison. Einen ähnlich frühen Beginn der Übertragungssaison gab es letztmalig im Jahr 2006, als insgesamt 13 menschliche Erkrankungs- und sechs Todesfälle gezählt worden waren. Auch der US-Bundesstaat meldet in diesem Jahr bereits drei Erkrankungsfälle bei Pferden. Reisende in den Osten der USA sollen bei Stechmücken-Expositionsprophylaxe eine individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).

Dengue-Fieber in Taiwan
In Taiwan sind in diesem Jahr bereits 12 autochthone Erkrankungsfälle an Dengue-Fieber gezählt worden. Alle Erkrankungsfälle traten im Süden der Insel in der Stadt Kaohsiung auf. Bisher waren es Erkrankungen in den beiden Stadtdistrikten Gushan (11 Erkrankungsfälle) und Fongshan (ein Erkrankungsfall). Die Behörden weisen die Bewohner der betroffenen Regionen darauf hin, Maßnahmen zum Schutz vor Stechmückenstichen (individuelle Expositionsprophylaxe) durchzuführen und alle möglichen Brutplätze für Stechmücken in und um Wohngebäude zu sanieren (ProMED, 28. Juli 2010).

Dengue-Fieber auf den Malediven
Die Gesundheitsbehörden der Malediven melden einen deutlichen Anstieg der Erkrankungsfälle an Dengue-Fieber in den letzten Wochen. Während im Januar rund 20 Erkrankungsfälle registriert worden waren, waren es im Juni mehr als 50 Fälle. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn bereits mehr als 470 Erkrankungen diagnostiziert worden. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Male und dort die Altersgruppe der Kinder bis 10 Jahre. Grund für diesen Anstieg ist der einsetzende Monsunregen, der zu vermehrten Brutplätzen für Stechmücken und damit zu ansteigenden Stechmücken-Populationen führt. Reisende auf die Malediven sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).

Dengue-Fieber auf Trinidad und Tobago
Die Gesundheitsbehörden der Karibik-Inseln Trinidad und Tobago haben nun einen Dengue-Fieberausbruch bestätigt. Die Zahl der neu auftretenden Erkrankungsfälle steigt in den letzten Wochen deutlich an. Bisher wurden mehr als 600 Erkrankungsfälle registriert, davon 200 Erkrankungsfälle innerhalb der letzten zwei Wochen. Von fünf Verdachts-Todesfällen durch Dengue-Virusinfektionen konnten bisher drei bestätigt werden. Zwei weitere sind noch in der Untersuchung. Reisende auf die beiden genannten Karibikinseln sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).

Dengue-Fieber in Mexiko
Mexiko berichtet über eine Zunahme der Ausbreitung von Dengue-Fieber, bedingt durch die Verwüstungen durch Tropenstürme, die zu idealen Brutmöglichkeiten der übertragenden Stechmücken führen. Aktuell wird eine deutlich erhöhte Aktivität in der Region von Veracruz beobachtet. Der verursachende Virus-Serotyp 2 zeigt eine deutliche Ausbreitungstendenz nach Norden. Die Experten befürchten, dass das Virus in diesem oder spätestens im nächsten Jahr die Grenze zum US-Bundesstaat Texas erreichen wird. In der Region zirkuliert bereits der Virus-Serotyp 1. Damit steigt das Risiko eines hämorrhagischen Verlaufs der Zweitinfektion deutlich an. Dies zeigt sich bereits in einer erhöhten Zahl von Fällen mit hämorrhagischen Verlaufsformen von 1440 im Jahr 2009 auf mehr als 1.900 in diesem Jahr. Bisher sind 16 Menschen am Dengue-Fieber verstorben. Reisende in die gesamte Region am Golf von Mexiko sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).

Dengue-Fieber in Brasilien
In der brasilianischen Stadt Recife werden aktuell täglich bis zu 200 Menschen mit Dengue-Fieber in Ambulanzen gesehen. Die Patienten brauchen damit aktuell die gesamten medizinischen Ressourcen der Stadt (Klinikbetten, Medikamente, Laborkapazitäten)auf. Teilweise können die Patienten nicht mehr untersucht werden, da keine medizinischen Möglichkeiten mehr bestehen. Das Gesundheitssystem in der Stadt steht vor dem Zusammenbruch. Reisende in die genannte Region von Brasilien sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).

Babesiose in New York
Im US-Bundesstaat New York wird seit einigen Jahren ein ungewöhnlicher Anstieg von Babesiose-Erkrankungsfällen beobachtet. Betroffen sind hier insbesondere die Countys Westchester, Putnam, Orange, Dutchess, Ulster, Sullivan und Rockland. Dort wurde ein Anstieg von fünf Erkrankungsfällen im Jahr 2005 auf 120 Erkrankungsfälle im Jahr 2008 beobachtet. Es ist unklar, ob es sich um eine erhöhte Aufmerksamkeit der Ärzte, verbesserte Labornachweisverfahren oder um eine erhöhte Aktivität des Erregers und seiner Überträger, Zecken der Gattung Ixodes handelt. Die Babesiose manifestiert sich als fieberhafter Infekt, ähnlich einer Malaria. Bei immunsupprimierten Patienten können lebensbedrohliche Krankheitsbilder beobachtet werden. Bei Reiserückkehrern aus der genannten Region mit fieberhaften Infekten soll eine Babesiose abgeklärt werden. Grundsätzlich sollen bei Aktivitäten mit dem Risiko einer Zeckenexposition Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen (Expositionsprophylaxe) durchgeführt werden (ProMED; 28. Juli 2010).

Malaria auf den Philippinen
In der Provinz Camarines Norte im Südosten der philippinischen Hauptinsel Luzon wurde von den Gesundheitsbehörden ein Malaria-Ausbruch erklärt. Aktuell sind mindestens 180 Menschen an Malaria erkrankt. Bisher ist unklar, um welche Form der Malaria es sich handelt. Auf Teilen der Philippinen kommen die Malaria Tropika und Malaria Tertiana endemisch vor. Betroffen sind aktuell insbesondere Kinder und Bewohner älterer Altersgruppen. Besonders betroffen scheinen Mitglieder bestimmter einheimischer Stämme. Die Provinz Camarines Norte galt bisher als Region mit geringem Malariarisiko. Reisende in die genannte Provinz sollen eine in der Dämmerung und nachts eine individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen. Bei erhöhtem Risiko kann ggf. eine Chemoprophylaxe nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin durchgeführt werden (ProMED, 28. Juli 2010).

Respirationstrakt-Infektionen in El Salvador

Die Gesundheitsbehörden von El Salvador melden einen massiven Anstieg von Infektionen des Respirationstrakts. Aktuell werden täglich mehr als 14.000 Neu-Patienten geschätzt. Insgesamt erkrankten im aktuellen Jahr bereits rund 1,4 Millionen Menschen. Die Ursache(n) sind nicht geklärt. Die nationalen Gesundheitsbehörden gehen von einer Influenzaepidemie aus. Aktuell zirkulieren in Mittelamerika das Influenzavirus Serotyp A (H1N1) (Panama, Nicaragua) und H3N2 (Costa Rica). Ergebnisse zur Untersuchung der Ursachen für den rapiden Anstieg der Respirationstrakt-Infektionen in El Salvador fehlen bisher. Reisende mit Grunderkrankungen und entsprechender Indikation für eine Influenza-Impfung sollen aufgrund der unklaren Situation vor Reisebeginn eine Grippeimpfung (incl. H1N!) durchführen (ProMED, 28. Juli 2010).



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