KW 06 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Mumps in den USA
In den USA wird augenblicklich der größte Mumpsausbruch seit Jahren beobachtet. Der Ausbruch nahm seinen Anfang im Juni des vergangenen Jahres, als ein 11jähriger Junge aus der jüdischen Gemeinde New Yorks mit Mumps aus England zurückkehrte. Seither wurden in den USA mehr als 1.500 Erkrankungsfälle gezählt, mehr als 95% davon in der jüdischen Bevölkerung. Betroffen sind hierbei insbesondere Kinder und Jugendliche zwischen dem 7. und 18. Lebensjahr. Der überwiegende Teil der Patienten, für die eine Impfanamnese vorliegt, hatten mindestens eine oder sogar zwei Impfungen erhalten. Dies zeigt, dass die Verabreichreichung der Mumps-Vaccine, entweder aufgrund von Herstellungs- oder Anwendungsproblemen (Temperaturempfindlichkeit!) nicht selten nicht zu einer ausreichenden und lebenslang belastbaren Immunität führt. Reisende nach New York sollten über eine Mumps-Immunität verfügen (ProMED, 9./11.Februar 2010).

Rotavirus-Ausbruch in Mexiko
Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas ist die Zahl der Patienten mit gastrointestinalen Infektionen durch Rotaviren um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die mexikanischen Gesundheitsbehörden haben nun eine Warnung ausgesprochen. Betroffen sind aktuell mindestens 16 Gemeinden. Genaue Zahlen zu Erkrankungen und zu betroffenen Altersgruppen wurden nicht mitgeteilt. Allerdings ist insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern als Hauptbetroffenen auszugehen. Reisende in den genannten Bundesstaat sollten Maßnahmen der persönlichen Hygiene besonders beachten (ProMED, 10. Februar 2010).

Tollwut in Italien
Italien galt seit 1997 als frei von Tollwut. Seit Ende des Jahres 2008 waren aus dem östlich angrenzenden Slowenien vereinzelt Füchse eingewandert, bei denen die Tollwut festgestellt wurde. Seither wurden in den nordöstlichen Provinzen Italiens zunehmend Fälle von Tollwut registriert. Insgesamt wurden seit dem Widerauftreten der Tollwut rund 120 Fälle von Tier-Tollwut gezählt, überwiegend Füchse, jedoch auch einzelne Dachse, Rehe, Hunde, ein Steinmarder, eine Katze und ein Esel. Reisende in den Norden Italiens (Friaul-Venezien) sollten jeden Kontakt mit Tieren mit auffälligem Verhalten vermeiden und im Falle eines Kontakts der Haut oder Schleimhäute sofort einen Arzt aufsuchen (ProMED, 11. Februar 2010).

Hantavirus Kardiopulmonales Syndrom in Chile
In der Region Araucania im Süden Chiles ist ein 21jähriger Mann am Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt. Mittlerweile ist der über mehrere Tage künstlich beatmete Patient wieder außer Lebensgefahr. Als Erreger der Infektion wird das Andes-Virus vermutet, das durch die Langschwanz-Zwerg-Reisratte (Oligozyzomys longicaudatus) übertragen wird. Das Andes-Virus kommt in Chile und Teilen Argentiniens endemisch vor. Dort treten sporadische Fälle immer wieder auf. In Jahren mit den El-Nino-Oszillationen werden immer wieder Ausbrüche beobachtet mit Dutzenden oder Hunderten von Erkrankungsfällen in Süd- und Nordamerika. Reisende nach Chile sollten jeden direkten Kontakt mit Nagetieren und deren Exkreten und Sekreten vermeiden und Maßnahmen zum Schutz vor Nagerkontakten ergreifen (ProMED, 11. Februar 2010).

Masern in Australien
In Whitsundays am Airlie Beach im australischen Bundesstaat Queensland, einem beliebten Feriengebiet in Australien, ist ein Tourist an Masern erkrankt. Er hatte während der Inkubationszeit den Pool besucht, an einem Bootsausflug teilgenommen und in mehreren Restaurants gespeist. Damit befürchten nun die Gesundheitsbehörden eine weitere Verbreitung bei den Touristen und der dortigen Bevölkerung. Reisende nach Australien und insbesondere in die genannte Region von Queensland sollten über einen Immunschutz gegen Masern verfügen (ProMED, 11. Februar 2010).

Milzbrand in England
Der Milzbrandausbruch in Schottland breitet sich weiter aus. Nachdem in Schottland mittlerweile 19 Erkrankungsfälle und neun Todesfälle auftraten, wird jetzt ein erster Fall von Milzbrand aus England gemeldet. Ein Drogenabhängiger aus dem südenglischen Badeort Blackpool ist am Milzbrand erkrankt und in einem Londoner Krankenhaus verstorben. Der Zusammenhang mit den Glasgower Fällen (kontaminiertes Heroin aus einer gemeinsamen Quelle) wird aktuell untersucht, es ist jedoch davon auszugehen, dass ein entsprechender Zusammenhang besteht. Drogenabhängige Reisende auf die Britischen Inseln sollten aktuell in keinem Fall Heroin ankaufen und anwenden (ProMED, 11. Februar 2010).

Hepatitis C in Spanien
In der spanischen Stadt Tarragona wird ein Hepatitis C-Ausbruch in einer Dialyse-Klinik gemeldet. In dem privat geführten Dialysezentrum haben sich vermutlich Dutzende von Patienten infiziert. Genauere Informationen über die Zahl der infizierten Patienten und über den Übertragungsweg sind noch nicht verfügbar, werden jedoch augenblicklich untersucht. Reiserückkehrer aus Spanien, die im Rahmen eines Aufenthalts in Tarragona eine Dialyse haben durchführen lassen müssen, sollten auf Hepatitis C untersucht werden (ProMED, 10. Februar 2010).

Malaria-Medikamente in Afrika
Im Rahmen einer Untersuchung in drei afrikanischen Ländern wurde die Qualität von Artemisinin-Präparaten getestet. Dabei zeigte sich, dass im Senegal mehr als 40%, in Madagaskar 30% und in Uganda 26% der getesteten Präparate nicht die Qualitätsstandards erfüllten. Die Artemisinin-Präparate mit schlechter Qualität werden als eine Hauptursache für die zunehmend zu beobachtenden Resistenzen gegen Artemisinin-Präparate gesehen. Daneben wird ein Viertel bis die Hälfte der Patienten mit Malaria nicht ausreichend therapiert. Reisende nach Afrika sollten auf keinen Fall die Chemoprophylaxe-Medikamente vor Ort kaufen, da hierbei häufig unwirksame Präparate angeboten werden (ProMED, 10. Februar 2010).

Pest in den USA
Im US-Bundesstaat Wyoming ist ein Jaguar an der Pest verendet. Die weibliche Katze, im Alter von 6 Jahren, hatte ihren Lebensraum im Süden des Grand Teton National Park. Die Pest ist in Teilen der Rocky Mountains endemisch vorkommend. Katzen können sich durch den Verzehr von an Pest verstorbenen Nagetieren mit Pest infizieren. Katzen entwickeln häufig eine pulmonale Pest und scheiden Pestbakterien durch Aerosole aus und können so auch Menschen infizieren. Reisende in die Rocky Mountains und auch in die dortigen Nationalparks sollten jeden direkten Kontakt mit Nagetieren vermeiden, Maßnahmen zum Schutz vor Nagern ergreifen und insbesondere direkte Kontakte mit Nagetierkadavern vermeiden (ProMED, 9. Februar 2010).

Cholera in Afrika
Die Cholera ist in verschiedenen Teilen Afrikas aktiv. So sind im Distrikt Copperbelt in Sambia mehr als 70 Menschen an Cholera erkrankt. Mindestens zwei Patienten sind an der Cholera bisher verstorben. In der Provinz Atlantique, im Süden des westafrikanischen Staats Benin, sind mindestens 66 Menschen an der Cholera erkrankt und vier Patienten verstorben. In der im zentralen Westen Angolas gelegenen Benguela Provinz sind ebenfalls rund 30 Erkrankungsfälle und ein Todesfall diagnostiziert worden. Im nigerianischen Bundesstaat Rivers, im äußersten zentralen Süden des westafrikanischen Landes, sind rund 85 bestätigte und Verdachtsfälle an Cholera in Krankenhäuser eingewiesen worden. Bisher wurden hier mindestens sechs Todesfälle registriert. In der Provinz Midlands in Simbabwe wurden bisher 150 Menschen diagnostiziert und ebenfalls mindestens sechs Todesfälle registriert. In der nord-tansanischen Provinz Mwanza sind innerhalb der letzten fünf Monate mehr als 800 Menschen erkrankt und mindestens 60 an der Cholera verstorben. Jenseits der Grenze, in der Provinz Nyanza im Südwesten Kenias, sind zehn Verdachtsfälle aufgetreten. Bei einem der Verdachtsfälle wurde die Cholera bereits bestätigt. Grundsätzlich ist in allen Teilen Afrikas südlich der Sahara mit Cholera zu rechnen. Reisende in die gesamte Region sollten daher die Empfehlungen der individuellen Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene beachten (ProMED, 9. Februar 2010).

Botulismus in den USA aus Norwegen
Die New Yorker Firma Haifa Smoked Fish hat eine Rückrufaktion gestartet, nachdem in ihrem Produkt Whole Schmaltz Hering geräucherte Fische entdeckt wurden, deren Eingeweide nicht entfernt worden waren. Es ist bekannt, dass nicht ausgenommene geräucherte Fische ein hohes Risiko von Botulismus tragen. Die Fische kamen aus Norwegen und waren in den USA verarbeitet worden. Reisende sollten grundsätzlich keinen Fisch mit Eingeweiden verzehren (ProMED, 8. Februar 2010).

Milzbrand in Argentinien
In der argentinischen Provinz Buenos Aires sind weitere Rinder an Milzbrand erkrankt. Auf einer Farm, mit einer Herde von 100 Tieren, waren 2 Rinder verendet. Die Herde war im Umkreis von etwa 1,5 km zu einer Herde, in der 2 Wochen vorher ebenfalls der Milzbrand aufgetreten war. Die Zunahme der sporadischen Fälle von Milzbrand in Argentinien sprechen für eine weiter verbreitete höhere Aktivität in der gesamten Region. Reisende sollten daher in Argentinien jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit Tierkadavern vermeiden. Fleisch sollte ausschließlich in gut durchgegartem Zustand verzehrt werden (ProMED, 8. Februar 2010).

Tollwut auf den Philippinen
Auf den Philippinen sind im Jahr 2009 250 Menschen an Tollwut erkrankt und verstorben. Damit stellt die Tollwut weiterhin auf dem südostasiatischen Inselstaat ein wichtiges medizinisches Problem dar. Mehr als 90% der Erkrankungsfälle wurden auf den Inseln Luzon, Mindanao und Visayas registriert. Die hauptsächliche Form der Übertragung ist die urbane Form, d.h. die Übertragung auf den Menschen erfolgt in erster Linie durch streunende und verwilderte Hunde. Reisende auf die Philippinen sollten über das Risiko informiert werden. Nach direkten Kontakten mit Tieren mit auffallendem Verhalten sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden (ProMED, 8. Februar 2010).

Tollwut in den USA
Die Tollwut ist in den USA weiterhin aktiv. Im US-Bundesstaat Oregon wurde bei einer toten Ziege und einem toten Fuchs die Tollwut diagnostiziert. Alle Bewohner von Cave Junction wurden daraufhin aufgefordert, sich selbst und ihre Haustiere vor der Tollwut zu schützen. Im County Volusia im US-Bundesstaat Florida wurden innerhalb weniger Tage drei Attacken auf Menschen durch tollwütige Waschbären gezählt. Daraufhin wurde von den Gesundheitsbehörden für 60 Tage eine Tollwut-Warnung ausgegeben. Im US-Bundesstaat New York wurde eine Frau von einem tollwütigen Kojoten angefallen und in den Arm und das Bein gebissen. Später hatte der Kojote am Bronx River Parkway einen Pitbull-Terrier angefallen und ebenfalls verletzt. Aktuell herrscht in vielen Teilen der USA, u.a. auch in New York und hier auch im Central Park, eine hohe Tollwut-Aktivität. Reisende sollten sich generell von allen Wildtieren fernhalten und bei direkten Haut- und Schleimhaut-Kontakten mit Tieren mit auffälligem Verhalten sofort einen Arzt aufsuchen (ProMED, 6./8. Februar 2010).

Rotavirus-Ausbruch in Russland
Im sibirischen Irkutsk sind mehr als 360 Mitglieder einer Östlichen Orthodoxen Kirche an Gastroenteritis erkrankt. Nachfolgende Untersuchungen zeigten, dass alle Erkrankten einen Gottesdienst im Rahmen des Festes der Erscheinung des Herrn (19. Januar im russischen Kalender) besucht hatten und dabei geweihtes Wasser getrunken hatten. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass das Wasser mit Rotaviren kontaminiert war, die zu dem Ausbruch führten. Das Wasser stammte der Tradition nach aus umliegenden Flüssen und Seen. Auch für entsprechende Gelegenheiten gilt, dass hier die Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene möglichst beachtet werden sollen (ProMED, 6. Februar 2010).

Meningokokken-Meningitis in der Dominikanischen Republik aus Haiti
In der Dominikanischen Republik ist ein evangelischer Prediger an Meningokokken-Meningitis verstorben. Die Infektion erfolgte vermutlich in Haiti. Die Gesundheitsbehörden der Dominikanische Republik haben daraufhin alle Personen unter Beobachtung gestellt, die im häuslichen Umfeld des Predigers leben. Die Behörden untersuchen nun auch die Orte in Haiti, um ggf. dort einen entsprechenden Ausbruch in der aktuellen Situation frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen ergreifen zu können. Für Reisende in die dominikanische Republik gibt es momentan keine Empfehlung für eine Meningokokken-Impfung (ProMED, 6. Februar 2010).

Leishmaniose in Argentinien
Innerhalb des letzten Monats sind in der nördlichen argentinischen Provinz Corrientes drei menschliche Erkrankungsfälle von viszeraler Leishmaniose aufgetreten. Alle Erkrankungsfälle traten bisher ausschließlich in der Stadt Sao Tome auf. Die Bevölkerung führt jetzt Maßnahmen zur Entfernung von Müll durch, damit die Brutmöglichkeiten von Sandmücken kontrolliert werden. Auch streunende Hunde sollen kontrolliert werden. Das Auftreten von mehreren Fällen in Corrientes ist ein Hinweis, dass sich die Leishmaniose in Südamerika in südlicher Richtung ausbreitet und sich in einer neuen Region auch etablieren kann. Reisende nach Corrientes sollten Maßnahmen zum Schutz vor Sandmückenstichen durchführen (ProMED, 11. Februar 2010).

Echinokokkose in den USA
Im US-Bundesstaat Idaho sind nach neuen Untersuchungen mehr als 60% der untersuchten Wölfe Träger von Echinokokken. Dabei handelt es sich um Echinococcus granulosus, den Fuchsbandwurm, der im Menschen invasiv wachsen kann. Bisher traten menschliche Infektionen in Idaho nur selten auf. Trotzdem empfehlen die Behörden, dass Jäger grundsätzlich Latex-Handschuhe beim Berühren von Kadavern anlegen sollten. Alles Fleisch sollte vor dem Verzehr gut durchgegart werden. Haushunde sollten regelmäßig entwurmt werden. Des Weiteren sollten die allgemeinen Empfehlungen der persönlichen Hygiene befolgt werden (ProMED, 11. Februar 2010).

Leishmaniose in Brasilien

In Ipanema, im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, sind in den letzten vier Monaten sechs Personen an viszeraler Leishmaniose erkrankt. Es handelt sich um eine bisher nicht in der Region beobachtete Erkrankung und gemessen an der Zahl der dort in den betroffenen Gemeinden lebenden Bevölkerung ist die Inzidenz sehr hoch. Mittlerweile werden insbesondere die Hunde auf Leishmaniose untersucht. Die ersten Ergebnisse ergaben, dass rund 8% der dortigen Hundepopulation Träger von Leishmanien sind. Reisende nach Ipanema sollten Maßnahmen zum Schutz gegen Sandmückenstiche (individuelle Sandmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 11. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Mexiko
Im der Stadt Ometepec, im südlichen mexikanischen Bundesstaat Guerrero, sind drei Menschen am Dengue Hämorrhagischen Fieber verstorben. Nähere Angaben zum aktuellen Ausbruchsgeschehen, v.a. die Zahl der Erkrankten, das geographische Ausmaß des Ausbruchs und der verursachende Serotyp wurden nicht mitgeteilt. Gesundheitsexperten befürchten allerdings einen größeren Ausbruch, wenn die Gesundheitsbehörden vor Ort nicht rasch Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen. Reisende in den gesamten Süden Mexikos sollten Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Honduras
In Honduras wurden in den ersten vier Wochen des Jahres mehr als 1.400 Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber registriert. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahrs um mehr als 50%. In der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa wird in diesem Jahr die höchste Inzidenz von Dengue-Fieber in den letzten fünf Jahren beobachtet. Das Ausmaß des Ausbruchs scheint wohl die Städte als auch ländliche Regionen zu umfassen. Die meisten Erkrankungsfälle werden aus dem Central Distrikt mit der Hauptstadt gemeldet. Reisende in das gesamte Land sollten Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Brasilien
Im brasilianischen Bundesstaat Rondonia wurden seit Jahresbeginn bereits rund 3.000 Fälle von Dengue-Fieber gezählt. Bisher sind acht Patienten am Dengue-Fieber verstorben. Die fünf am meisten betroffenen Gemeinden sind Rolim de Moura, Cacoal, Jaru, Pimenta Bueno und Buritis, in denen rund 2/3 aller Fälle auftraten. Reisende in den brasilianischen Bundesstaat Rondonia sollten ganztägig Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Malaysia
Im malaysischen Bundesstaat Selangor wurden in diesem Jahr bereits rund 2.000 Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber gezählt. Insgesamt wurden 11 Todesfälle an Dengue Hämorrhagischem Fieber gezählt. Dengue-Fieber verläuft in Malaysia in Zweijahres-Zyklen. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass in diesem Jahr wieder eine deutlich erhöhte Aktivität im Vergleich zum vergangenen Jahr zu erwarten ist. Seit Dezember 2009 wird ein stetiger Anstieg der gemeldeten Erkrankungsfälle gemeldet. Reisende in das gesamte Land sollten Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Singapur
Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur wurden seit Jahresbeginn bereits mehr als 131 Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber gezählt. Allein in der letzten Woche des Januars wurden rund 80 Fälle registriert. Bei Bauarbeitern eines Gebäudes im Stadtteil Balestier waren 18 Fälle aufgetreten und noch eine Reihe weiterer in der Nachbarschaft des Neubaus. Es steht zu erwarten, dass auch in Singapur in diesem Jahr eine erhöhte Dengue-Fieberaktivität zu erwarten ist. Reisende nach Singapur sollten ganztägige Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).

Dengue-Fieber in Indonesien
In den ersten Wochen des Jahres 2010 sind bereits mehr als 900 Erkrankungsfälle von Dengue-Fieber in Jakarta aufgetreten. Im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Rückgang um 25%. Die meisten Erkrankungsfälle werden aus den östlichen (Ciracas), zentralen (Cempaka Putih) und nördlichen (Cilincing) Stadtteilen gemeldet. Die Gesundheitsbehörden von Jakarta ergreifen nun Maßnahmen zur Beseitigung von Stechmücken-Brutplätzen in Jakarta. Reisende nach Indonesien und besonders nach Jakarta sollten ganztägige Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 9. Februar 2010).



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