Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 20 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in den USA
Im US-Bundesstaat North Dakota ist Milzbrand ausgebrochen. In Sioux County im zentralen Süden des Bundesstaats ist ein Rind am Milzbrand verendet. Der Fall ist insbesondere ungewöhnlich, da der Milzbrand bisher in erster Linie im Nordosten des Bundesstaats endemisch auftrat. Damit ist dies der erste Fall von Milzbrand in diesem Jahr. Die Veterinärbehörden empfehlen den Farmern dringend ihre Vieherden zu impfen. Neben den Rindern tritt der Milzbrand in North Dakota auch bei den wilden Bisons auf. Betroffen sind auch die großen Nationalparks.

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KW 19 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Indien
Im Distrikt Sundargarh des indischen Bundesstaats Orissa sind mindestens sieben Menschen am Milzbrand erkrankt. Als Infektionsquelle konnten eine tote Kuh und ein totes Schaf identifiziert worden, das von den Bewohnern der beiden betroffenen Dörfer verarbeitet und verzehrt wurde. Die Bewohner der Sundargarh-Dörfer sind arm und verzehren daher auch das Fleisch kranker Tiere oder von Tierkadavern. Im Bundesstaat West-Bengalen sind 50 Menschen erkrankt und zwei Menschen verstorben, nachdem sie ebenfalls das Fleisch einer toten Kuh verzehrt hatten. Reisende nach Orissa, West Bengalen und in das gesamte Indien sollten vorsichtig sein beim Verzehr von Fleisch unbekannten Ursprungs.

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KW 18 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Melioidose in Australien
Im australischen Bundesstaat NorthernTerritory wird in der aktuellen Regenzeit eine dreimal höhere Häufigkeit der Melioidose registriert wie im Durchschnitt der Vorjahre. Insgesamt wurden bisher bereits 72 Erkrankungsfälle gemeldet. Bisher sind zehn Todesfälle zu verzeichnen gegenüber üblicherweise zwei bis vier Todesfällen im Jahr. Die Melioidose wird von Burkholderia pseudomallei verursacht. Es handelt sich um ein Bodenbakterium, das durch starke Regenfälle an der Oberfläche ausgeschwemmt wird. Beim Kontakt mit Haut kann der Erreger in den menschlichen Körper eindringen und eine schwere granulomatöse Infektion verursachen.

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KW 16 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Q-Fieber in den Niederlanden
In den Niederlanden breitet sich das Q Fieber weiter aus. In der ersten Hälfte des Monats April wurden erneut auf 10 weiteren Bauernhöfen Ziegen mit Q-Fieber-infiziert entdeckt. Die vier Gehöfte liegen in den Provinzen Noord-Brabant, Groningen und Gelderland. Damit erstreckt sich das Ausbreitungsgebiet des Q Fiebers in den Niederlanden vom Süden bis in den Nordosten des Landes. Rund ein Viertel aller Ziegen-Farmen in den Niederlanden sind damit mit Q-Fieber infiziert. Mehr als 2.300 Menschen sind seit Ausbruch-Beginn erkrankt.

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KW 15 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Rift Valley Fieber in Südafrika
In Südafrika breitet sich das Rift Valley Fieber immer weiter aus. Aktuell sind 111 Patienten gezählt worden, mindestens neun Menschen sind an der Infektion verstorben. Neu ist, dass erste Fälle in der Provinz „Estern Cape“ bekannt geworden sind. Unter den bisher sieben Erkrankungsfällen aus dieser Provinz sind insbesondere Bauern, ein Tierarzt und ein Tierarzthelfer. Rift Valley Fieber wird durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, insbesondere deren Blut und deren Gewebe, sowie über infizierte Stechmücken übertragen.

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KW 14 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Zeckenenzephalitis in Russland
Die russischen Behörden des Distrikts Swerdlowsk informieren ihre Bevölkerung, dass in den nächsten Tagen mit dem Beginn der Zeckenaktivität in der Region gerechnet werden muss. Damit steigt das Infektionsrisiko für FSME und Borreliose an. Besonders hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auf den sog. Elterntag (13. April), an dem in Russland traditionell die Gräber der verstorbenen Eltern besucht werden. In den Friedhöfen besteht, wie in der gesamten Natur des Taigagürtels Russlands, von Mitte April an ein erhöhtes Zecken-Expositionsrisiko.

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KW 13 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Israel
Im Norden Israels nimmt die Aktivität der Tollwut bei Tieren zu. In diesem Jahr wurde bei 16 Tieren, darunter neun Hunde, die Tollwut festgestellt. Insgesamt musste bei mehr als 670 Menschen eine Tollwut-Postexpositionsprophylaxe durchgeführt werden. Die Veterinärbehörden beunruhigt insbesondere die hohe Zahl von Tollwut-Fällen bei Hunden, während bisher die Tollwut weitgehend bei Wildtieren diagnostiziert worden war. Es ist hier ein Überspringen eines silvatischen auf einen urbanen Zyklus zu beobachten. Reisende nach Israel, insbesondere in den Norden Israels, sollten jeden direkten Kontakt mit Haus- oder Wildtieren vermeiden

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KW 12 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Cholera in Kenia
Im Jahr 2010 gelten 15 Distrikte des ostafrikanischen Landes als endemisches Verbreitungsgebiet der Cholera. Seit Januar 2010 wurden in Kenia mehr als 660 Fälle von Cholera und mindestens 15 Todesfälle gezählt. Die meisten Fälle treten in den drei Provinzen East Province, Coast Province und Rift Valley Province auf. Der Distrikt mit den meisten Erkrankungsfällen ist der Kajiado Distrikt in der Rift Valley Province mit mehr als 175 Erkrankten. Im gesamten Jahr 2009 waren rund 780 Fälle diagnostiziert worden. Die Cholera stellt üblicherweise kein Risiko für den Normalreisenden dar.

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KW 11 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Hantavirus Kardiopulmonales Syndrom in Argentinien
In der argentinischen Provinz Buenos Aires ist ein 24jähriger junger Mann am Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom verstorben. Nach der Auskunft des Unterstaatssekretärs für Gesundheit wurden in der betroffenen Region weitere Erkrankungsfälle beobachtet. Aktuell suchen die das Lechiguana-Virus übertragenden Nagetiere (Gelbe Zwergreisratte, Azara Grasmaus) aufgrund der Witterungsbedingungen menschliche Behausungen auf. Infektionen erfolgen vor allem durch Einatmen von Virus-haltigem Staub, der sich häufig in nicht bewohnten Gebäuden bildet, die von Mäusen infestiert sind. Entsprechende Gebäude sollten in keinem Fall gekehrt werden, sondern nass gewischt.

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KW 10 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Masern in Nigeria
Im südnigerianischen Bundesstaat Bayelsa, am Nigerdelta, werden aus einigen Regionen Masernausbrüche gemeldet. Aktuell ist von mehr als 40 Todesfällen die Rede. Dabei handelt es sich ausschließlich um Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren. Nach Angaben von Medizinern kommen täglich neue Todesfälle hinzu. Die dortigen Kinder sind nicht oder nur unzureichend gegen die Masern geimpft, so dass ein Ausbruchsgeschehen zu großen Erkrankungszahlen und Todesfällen führt. Reisende nach Nigeria und in die Grenzregionen angrenzender Staaten sollten eine Immunität gegen Masern aufweisen.

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KW 09 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Mumps in den USA
Der Mumps-Ausbruch in New York ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Mittlerweile sind mehr als 2.300 Fälle registriert. Infektionen wurden in den US-amerikanischen Bundesstaat Connecticut, nach Kanada (Quebec) und nach Israel exportiert. Weiterhin treten die meisten Erkrankungsfälle in der jüdischen Hasiden-Gemeinde auf. Hier treten Erkrankungsfälle vor allem bei Schülern auf. Die Schüler verbringen einen Großteil der Zeit in den Schulen. Internationale Gäste wohnen teilweise für längere Zeit in entsprechenden Schulen. Damit ist der enge Kontakt für die Übertragung der Mumps gegeben.

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