Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 42 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Hantavirus Kardiopulmonales Syndrom in Panama
In der panamesischen Provinz Los Santos, an der Südküste des mittelamerikanischen Landes, ist ein einjähriges Kind an einem Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt. Es wird vermutet, dass Choclo-Virus der Verursacher ist, ein Hantavirus, das in Panama durch die Zwergreisratte (Oligoryzomys fulvescens) übertragen wird. Der genaue Übertragungsweg ist unklar. In Panama sollte jeder direkte Kontakt mit Ratten oder mit Gegenständen, die mit Rattenexkrementen kontaminiert sind, vermieden werden (ProMED, 18. Oktober 2010).

Weiterlesen: KW 42 / 2010: Epidemiologische Informationen

 

KW 41 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Pakistan
Aus Pakistan werden verschiedene Meldungen zum aktuellen Ausbruch des Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers veröffentlicht. Danach sind bisher in Balutschistan drei Erkrankungsfälle und fünf Verdachtsfälle aufgetreten. Bei weiteren 27 Erkrankungsfällen scheint es sich nach diesen Angaben um Fälle von Dengue Hämorrhagischem Fieber zu handeln. Nach weiteren Angaben wurden außerhalb der Provinz Balutschistans bisher drei weitere Erkrankungsfälle, davon zwei tödlich verlaufend, diagnostiziert.  Nach weiteren offiziellen Angaben wurden weitere 10 Patienten mit der durch Zecken übertragenen Infektion diagnostiziert.

Weiterlesen: KW 41 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 40 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Gelbfieber in Senegal aus Gambia
Aus dem Senegal werden zwei Fälle von Gelbfieber gemeldet. Es handelt sich bei beiden Fällen um Arbeiter aus Gambia, die im Senegal erkrankt sind und dort hospitalisiert wurden. Beide Erkrankten stammen aus der Region Tanji in Gambia. Über den Impfstatus der beiden Erkrankten wurden keine Informationen gemacht. Aufgrund des hohen Durchimpfungsgrades in Gambia und im Senegal erwarten die zuständigen Behörden keinen Ausbruch des Gelbfiebers in der betroffenen Region. Wichtig ist für alle Reisenden nach Gambia oder in den Senegal eine gültige Gelbfieber-Impfung bei der Einreise (ProMED, 6. Oktober 2010).

Weiterlesen: KW 40 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 39 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Pakistan
In einem Krankenhaus in Islamabad sind insgesamt vier Ärztinnen und vier Schwestern, bzw. Pfleger an Krim-Kongo Hämorrhagischem Fieber erkrankt. Die Infektionen erfolgten im Krankenhaus an erkrankten Patienten (nosokomiale Infektion). Krim Kongo-Hämorrhagisches Fieber ist bekannt für sein hohes Infektionsrisiko im Krankenhaus durch erkrankte Patienten. Aktuell scheint eine hohe Aktivität der durch Zecken übertragenen Infektion zu herrschen, da aus mehreren Provinzen des Landes Infektionen gemeldet werden.

Weiterlesen: KW 39 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 38 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

In der Umgebung der Stadt Zhemgang im Himalaya-Staat Bhutan sind mindestens neun Menschen am Milzbrand erkrankt. Nach offiziellen Angaben ist mindestens ein Mensch an der pulmonalen Form der Infektion verstorben. Acht weitere Personen sind am Hautmilzbrand erkrankt. Mindestens 25 Rinder, acht Pferde, vier Schweine und sechs Katzen wurden bisher als infiziert gefunden. Nach Angaben wurden mehrere kleinere Ausbrüche registriert. Teilweise gelangte das Fleisch infizierter Rinder und Schweine in den Verkauf. Reisende nach Bhutan sollen aktuell Fleisch ausschließlich in gut durchgegartem Zustand verzehren und jeden direkten Kontakt mit Tieren oder unbehandelten Tierprodukten vermeiden (ProMED, 24. September 2010).

Weiterlesen: KW 38 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 37 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Bacillus cereus-Infektionen in Pakistan
In einem Flüchtlings-Camp für Überschwemmungsopfer in der pakistanischen Provinz Sindh sind rund 250 von 1.400 Personen nach dem Verzehr von gekochtem Reis an Erbrechen und Übelkeit erkrankt. Die Symptomatik verschlechterte sich bei etwa 60 Patienten soweit (u.a. Kreislauf-Probleme), dass sie in eine Klinik eingewiesen werden mussten. Typischerweise kann sich auf gekochtem Reis Bacillus cereus vermehren und dort ein Enterotoxin bilden, das zu typischen Symptomen eines oberen Gastrointestinaltrakt-Infekts führt.

Weiterlesen: KW 37 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 36 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Multiresistenter Acinetobacter-Infektionen in Japan
In einem Krankenhaus in Tokio, in Japan, sind innerhalb eines Jahres 46 Patienten an Infektionen mit einem multiresistenten Bakterium, Acinetobacter baumanii, erkrankt. Mehr als die Hälfte, 27 Patienten, sind an der schwer oder nicht mit Antibiotika behandelbaren Infektion verstorben. Es handelt sich um einen Umwelt- und Wasserkeim, der in den letzten Jahren durch seine zunehmende Resistenz auffällt. Betroffen sind in erster Linie immunsupprimierte Patienten.

Weiterlesen: KW 36 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 35 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Keuchhusten in den USA
Aus mehreren Bundesstaaten der USA werden Ausbrüche oder eine erhöhte Aktivität von Keuchhusten gemeldet. Im US-Bundesstaat Washington ist ein Säugling an Pertussis verstorben. Aus dem Bundesstaat Pennsylvania werden v.a. in den Counties Delaware und Montgomery die höchsten Anstiege der Erkrankungszahlen registriert. Im US-Bundesstaat Michigan ist in diesem Jahr die Inzidenz fünfmal höher als im Vorjahr. In Kalifornien ist vor allem Kern County und hier die Stadt Bakersfield betroffen, allein dort mit knapp 200 Erkrankungsfällen. Auch Missouri meldet eine erhöhte Fallzahl. Reisende in die USA sollen über einen ausreichenden Immunschutz gegen Keuchhusten aufweisen (ProMED, 30. August 2010).

Weiterlesen: KW 35 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 34 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Milzbrand in Bangladesch
Aus mehreren Unter-Distrikten im Distrikt Sirajganj und im Distrikt Pabna, rund 140 km nordwestlich der Hauptstadt Dhaka, sind mehr als 160 Menschen am Milzbrand erkrankt. Nähere Informationen zur Verlaufsform wurden bisher nicht gegeben. Als Infektionsquelle wird ein an Milzbrand erkranktes Rind genannt, wobei auch hier bisher nähere Informationen fehlen. Die Regionen dienen als Rinderlieferanten für andere Regionen und für die Hauptstadt Bangladeschs. Aktuell soll im ganzen Land möglichst kein Rindfleisch oder nur in gut durchgegartem Zustand verzehrt werden (ProMED, 21./23./25./26. August 2010).

Weiterlesen: KW 34 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 33 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Östliche Pferdeenzephalitis in den USA
Die Östliche Pferdeenzephalitis tritt in den USA in diesem Jahr in weiteren Bundesstaaten auf. Aktuell meldet der Bundesstaat Georgia einen Erkrankungsfall bei einem Pferd in Keysville. Menschliche Erkrankungsfälle wurden in der betroffenen Region bisher nicht bekannt. Allerdings ist ein Erkrankungsfall bei Pferden ein Hinweis für eine starke Aktivität des Virus in der genannten Region. Im US-Bundesstaat Michigan sind mittlerweile 67 Pferde und ein Mensch erkrankt. In Michigan ist es der heftigste Ausbruch der Östlichen Pferdeenzephalitis in den letzten 30 Jahren.

Weiterlesen: KW 33 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

KW 32 / 2010: Epidemiologische Informationen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDF

Tollwut in Peru
Im Distrikt Nieva, im Norden der Amazonas-Region Perus, sind vier Kinder an der Tollwut verstorben. Es handelt sich um Fledermaus-Tollwut. Überträger ist die Gemeine Vampir-Fledermaus (Desmodus rotundus). Diese Fledermausart ist nachtaktiv und ritzt an Weidetieren oder auch an Menschen, die die Nacht im Freien verbringen, ein Blutgefäß an und leckt das austretende Blut auf. Mit seinem gerinnungshemmenden Speichel übertragen infizierte Tiere die Tollwut auf den Menschen oder auf Weidetiere. Die Infektion kann dadurch verhindert werden, dass die Nächte nicht im Freien verbracht werden (ProMED, 11. August 2010).

Weiterlesen: KW 32 / 2010: Epidemiologische Informationen

   

Seite 7 von 19




© 2012 by Dr. Frühwein & Partner | created by nerd-d-sign, ska-design & Maximusweb