Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 01 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Clostridium difficile in Australien
In Australien wurde erstmals ein besonders pathogener Stamm des Bakteriums Clostridium difficile nachgewiesen. Der Stamm xxxx war erstmals in den USA durch besonders schwere und tödliche Verlaufsformen von Pseudomembranöser Colitis aufgefallen. Bei dem Stamm konnte eine besonders hohe Toxinproduktion nachgewiesen werden. Nun wurden entsprechende Bakterien erstmals im australischen Bundesstaat New South Wales nachgewiesen. In Melbourne sind die Erreger bei mindestens 21 Patienten nachgewiesen worden. Bei allen Reiserückkehrern aus Australien mit Risikofaktoren für eine Clostridium difficile-Infektion sollen diese Bakterien ausgeschlossen werden (ProMED, 3. Januar 2011).

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KW 52 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Zeckenparalyse in Australien
Die australischen Gesundheits- und Veterinärbehörden warnen die Bewohner und insbesondere die Haustierbesitzer an der australischen Ostküste vor einem erhöhten Auftreten von Zeckenparalyse. Während im November üblicherweise rund 40 Erkrankungsfälle bei Haustieren behandelt werden und im Dezember keine Fälle auftreten, waren es im November 2010 knapp 70 Fälle und im Dezember ebenfalls falls 70 Fälle. Die Behörden gehen von einer erhöhten Zeckenaktivität aus. In Australien verursacht insbesondere das Neurotoxin der Zeckenart Ixodes holocyclus viele Erkrankungsfälle bei Haus- und Nutztieren.

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KW 51 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Israel
In Israel ist Mitte Dezember eine Kuh an Tollwut verendet. Es handelt sich um den 48. Erkrankungsfall von Tollwut bei einem Tier in diesem Jahr in Israel. Damit ist in etwa die gleiche Zahl von infizierten und verendeten Tieren zu erwarten wie im vergangenen Jahr 2009. Die Tollwut tritt in Israel insbesondere im Grenzgebiet zu Jordanien und Syrien auf. Das Tollwut-Virus stammte von einem Hunde-Tollwutvirus. In den letzten zwei Jahren nehmen die Erkrankungsfälle bei streunenden Hunden und bei wilden Schakalen zu, während die Fälle bei Füchsen durch ein entsprechendes Impfprogramm abgenommen haben.

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KW 50 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrandverdacht in Russland
In der Kalmückischen Autonomen Republik im Süden Russlands, an der Grenze zu Kasachstan, sind in den letzten Wochen immer wieder Pferde und v.a. auch Fohlen an einer Erkrankung verendet, die ähnliche dem Milzbrand verläuft. Die Veterinärbehörden haben nach offiziellen Angaben keinen Milzbrand nachweisen können, doch gehen Experten von einem entsprechenden Ausbruch aus. Reisenden in die Kalmückische Autonome Republik wird empfohlen, jeden direkten Kontakt mit Tieren oder Tierkadavern zu vermeiden (ProMED, 12. Dezember 2010).

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KW 49 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Poliomyelitis in Indien
Die indischen Gesundheitsbehörden melden, dass im Abwasser der indischen Hauptstadt Delhi wiederholt Polioviren nachgewiesen werden konnten. Dies zeigt, dass die Polioviren weiterhin in der Stadt zirkulieren, ohne dass augenblicklich menschliche Erkrankungsfälle aus Delhi gemeldet werden. Dies zeigt wiederum die aktuell kritische epidemiologische Situation der Poliomyelitis in Indien und anderen Teilen der Welt. Reisende in die endemischen Regionen der Welt, v.a. Afrika, Indien und Zentralasien sollen eine ausreichende Immunisierung gegen Poliomyelitis aufweisen (ProMED, 7. Dezember 2010).

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KW 48 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Cryptosporidiose in Schweden
In der mittelschwedischen Stadt Östersund ist in den letzten Wochen eine Reihe von Durchfall-Erkrankungen aufgetreten. Untersuchungen der schwedischen Gesundheitsbehörden konnten nun zeigen, dass das Trinkwasser der Gemeinde mit Cryptosporidium parvum kontaminiert war. Die Quelle der Kontamination ist noch Gegenstand der Untersuchungen und konnte bisher nicht geklärt werden. Die örtlichen Gesundheitsbehörden empfehlen den Bewohnern, dringend Trinkwasser nur abgekocht zu verwenden. Reiserückkehrer aus Mittelschweden mit Durchfall sollten auf Cryptosporidien untersucht werden (ProMED, 1./3. Dezember 2010).

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KW 47 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in den USA
Aus dem US-Bundesstaat Texas wird ein ungewöhnlicher Milzbrand-Ausbruch gemeldet. Auf einer Schaf- und Ziegenfarm im texanischen Val Verde ist ein Lamm kurz nach der Geburt verendet. In den Wochen vorher waren mehrmals Schafe auf der Farm verendet, konnten jedoch nicht untersucht werden, da sie von Geiern beim Auffinden schon weitgehend aufgefressen worden waren. Das jahreszeitliche Auftreten des Milzbrands ist ungewöhnlich, da Ausbrüche ab Mitte Oktober üblicherweise aufhören.  Auf der Farm sind bisher weder Ziegen noch die ebenfalls gezüchteten Weißwedelhirsche erkrankt. Grundsätzlich gilt, dass Reisende in den USA jeden direkten Kontakt mit

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KW 46 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in der Ukraine
In der ukrainischen Provinz Zhytomyr im Nordwesten des Landes werden derzeit 19 Menschen nach Tierbissen mit einer Tollwut-Postexpositionsprophylaxe behandelt. 14 Patienten hatten Kontakt mit einer tollwütigen Kuh und ihrem ebenso erkrankten Kalb. Weitere fünf Patienten wurden von tollwütigen Füchsen attackiert. Die Veterinärbehörden berichten, dass in diesem Jahr die Fuchspopulation in der betroffenen Region im Nordwesten des Landes bis zu achtmal höher liegt als in Durchschnittsjahren. Deshalb ist auch die Zahl der Expositionen mit Tollwut stark angestiegen.

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KW 45 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Malaria in den USA aus Ghana
Die amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control teilen mit, dass innerhalb einer Woche vier Beschäftigte einer amerikanischen Fluglinie nach beruflichem Aufenthalt in Accra, Ghana, an Malaria tropica erkrankten. Es handelt sich um zwei Flugbegleiter und zwei Piloten. Alle vier hielten sich für zwei bis drei Tage in einem Hotel in Accra auf. Keiner der vier Erkrankten hatte eine Chemoprophylaxe durchgeführt. Die vier Erkrankungsfälle zeigen, dass das Infektionsrisiko mit Malaria in Ghana augenblicklich als hoch eingeschätzt werden muss und selbst nach Kurzzeit-Aufenthalten ein hohes Infektionsrisiko besteht.

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KW 44 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Hämorrhagisches Fieber mit Renalem Syndrom in Russland
Innerhalb der dritten Woche im Oktober wurden in der Russisch Autonomen Republik Tatarstan 17 neue Fälle von Hämorrhagischem Fieber mit Renalem Syndrom registriert. Die meisten der Erkrankungen wurden in Kazan, der Hauptstadt Tartarstans diagnostiziert. Es ist von Infektionen mit dem Puumala-Virus auszugehen. Überträger ist die Rötelmaus. In Tartarstan wurde schon im Frühjahr des Jahres eine gegenüber dem Mittel deutlich erhöhte Anzahl von menschlichen Erkrankungsfällen beobachtet, die auf erhöhte Nagerpopulationen zurückgeführt wurden.

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KW 43 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Hantavirus-Kardiopulmonales Syndrom in Argentinien
In der zentralargentinischen Provinz Entre Rios ist ein Fischer in dem Ort Victoria am Hantavirus Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt und verstorben. Kein weiteres Familienmitglied der Familie des Verstorbenen ist erkrankt. Das verursachende Hantavirus konnte nicht identifiziert werden. Es handelt sich vermutlich um Lechiguana-Virus, das in der Region in Reisratten (Oligoryzomys flavescens) übertragen wird.  Reisende in den gesamten amerikanischen Kontinent sollen jeden direkten Kontakt mit Nagetieren oder deren Exkrementen vermeiden (ProMED, 28. Oktober 2010).

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