Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 12 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Leishmaniose in Kolumbien
Die medizinischen Behörden Kolumbiens weisen auf das wachsende Problem der Leishmaniose durch Transfusionen hin. Im Rahmen einer Fallbeschreibung konnte erstmals Leishmania mexicana in Kolumbien nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich primär um eine Art, die bei Haut-Leishmaniose gefunden wird. Aktuell wird ein tödlicher Erkrankungsfall bei einem Nierentransplantierten nachgewiesen. Dabei ist der Erreger vermutlich durch die Verabreichung einer kontaminierten Bluttransfusion übertragen worden. Bei Immunsupprimierten kann auch eine primär lokale Leishmaniose-Form systemisch mit Todesfolge verlaufen.

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KW 11 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Kala-azar im Sudan
Der Süden des Sudan wird augenblicklich vom heftigsten Ausbruch mit viszeraler Leishmaniose seit 10 Jahren heimgesucht. Insgesamt rechnen die Behörden mit bis zu einer halben Million neuer Erkrankungsfälle pro Jahr. Aufgrund der schlechten Infrastruktur können viele Erkrankte Orte mit Behandlungsmöglichkeiten nicht aufsuchen. Unbehandelt verläuft die durch Sandmücken übertragene Protozoeninfektion praktisch immer letal. Gründe für die hohe Aktivität wurden nicht genannt, allerdings können Klimaveränderungen (Trockenheit) eine Rolle spielen. Unterernährung und der Immunstatus sind für die Manifestationsform der Leishmaniose bedeutsam.

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KW 10 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Masern in Australien
Die Gesundheitsbehörden des australischen Bundesstaats New South Wales befürchten einen größeren Masernausbruch. Ein Junge, der sich außerhalb Australiens mit Masern infiziert hatte, war im infektiösen Stadium am Coolangatta Flughafen und in White Water World und war dort mit einer Vielzahl von Menschen zusammengetroffen. Die Behörden fordern nun alle Menschen auf, die sich in den letzten Tagen des Februars in diesen beiden Orten aufgehalten haben, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn eine fieberhafte Symptomatik mit Hautausschlag auftritt. Reisende nach Australien sollen grundsätzlich über einen ausreichenden Immunschutz gegen Masern

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KW 09 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tollwut auf den Philippinen
Die philippinische Provinz Cadiz, im Osten der Insel Panay meldet zwei menschliche Erkrankungsfälle von Tollwut seit Jahresbeginn. Die Behörden fordern nun alle Besitzer von Haustieren, insbesondere Hunden auf, die Tiere impfen zu lassen. Auch streunende Hunde sollen nun geimpft werden. Die Philippinen werden als das asiatische Land mit der fünfthöchsten Prävalenz an Tollwut bezeichnet. Reisende auf die Philippinen sollen jeden direkten Kontakt mit Tieren und insbesondere mit Tieren mit auffälligem Verhalten vermeiden und im Fall eines entsprechenden Kontakts unverzüglich einen Arzt aufsuchen (ProMED, 1. März 2011).

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KW 08 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Norwegen
Auf der zum arktischen Archipel Svalbard gehörigen Insel Hopen hat ein Eisfuchs in einer Ansiedlung zwei Hunde attackiert und verletzt. Drei Menschen kamen in direkten Kontakt mit dem toten Fuchs. Es wurde eine Tollwut bei dem Fuchs aufgrund seines aggressiven Verhaltens vermutet und bestätigt. Bei den Menschen wurde eine Postexpositionsprophylaxe durchgeführt, die Hunde waren gegen Tollwut geimpft und wurden aufgefrischt. Die terrestrische Tollwut tritt weiterhin in großen Teilen der Welt auf. Bei Wild- oder Haustieren mit ungewöhnlichem (aggressivem) Verhalten, sollte an die Tollwut gedacht werden und jeder direkte Kontakt mit dem Tier vermieden werden (ProMED, 21. Februar 2011).

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KW 07 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Nipah-Virusenzephalitis in Bangladesch
Bangladesch meldet eine weitere Zunahme der Zahl der Nipah-Virusenzephalitiden im Land. Mittlerweile sind 31 Menschen an der Infektion verstorben. Sieben Distrikte sind betroffen. Neu betroffen ist der Distrikt Kushtia. Hauptübertragungsweg scheint weiterhin der Verzehr von Dattelpalmsaft zu sein. Die Datteln werden von den das Virus übertragenden Flughunden kontaminiert und der daraus gewonnene Palmsaft infiziert die Menschen. Die Letalität der Nipah-Enzephalitis liegt bei durchschnittlich 50%. Deshalb ist mit bis zu 60 erkrankten Personen zu rechnen.

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KW 06 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Influenza in Europa
Die Influenza-Aktivität in Europa nimmt in Ländern im Westen und Süden ab, während sie insbesondere in östlichen Ländern Europas zunimmt. Irland, Großbritannien Israel, Malta und Portugal melden sinkende Erkrankungszahlen. Georgien, Kirgisien, Rumänien, Moldawien, Serbien, die Ukraine und Russland melden einen starken Anstieg von schweren Erkrankungsfällen von Respirationstrakt-Infektionen. Nach wie vor dominiert Influenza-Virus A H1N1 in Europa. Influenza-Virus B wird am zweithäufigsten nachgewiesen.

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KW 05 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Epidemische Polyarthritis in Australien
In der aktuellen Sommer-Saison wurden in Süd-Australien bereits mehr als 350 Erkrankungsfälle von Epidemischer Polyarthritis (Ross River-Virus) und Barmah Forest-Fieber (Barmah Forest-Virus) registriert. Dies bedeutet einen Anstieg um das 35fache gegenüber der Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahrs (10 Fälle). Grund für den starken Anstieg der Erkrankungsfälle sind die Überschwemmungen, v.a. des Murray Flusses, die ideale Bedingungen für das Wachstum von Stechmücken bieten.

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KW 04 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Dengue-Fieber auf den Philippinen
Die Behörden der Stadt Santiago City, in der Provinz Isabela, haben eine Dengue-Fieber-Ausbruchssituation in der Stadt erklärt. Innerhalb der ersten beiden Wochen im Januar wurden bereits 19 Fälle von Dengue-Fieber gezählt. Davon verstarb ein Patient an einem Dengue-Fieber Schock-Syndrom. Die Provinz Isabela liegt im Osten der Hauptinsel Luzon. Reisenden auf die Philippinen und insbesondere in die Provinz Isabela wird eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe empfohlen (ProMED, 25. Januar 2011).

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KW 03 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Legionellose in Australien aus Indonesien
Die australischen Behörden melden den vierten Fall einer Legionellose bei einem australischen Reiserückkehrer aus Bali. Die bisherigen Untersuchungen ergaben, dass alle vier Patienten sich im Ramayana Resort und Spa Hotel in Central Kuta aufhielten. Bisher ist die Infektionsquelle noch nicht entdeckt. Bei Reisenden mit Symptomen eines Respirationstrakts, die aus Bali und insbesondere vom genannten Hotel zurückkehren, soll eine Legionellose ausgeschlossen werden
(ProMED, 15./19. Januar 2011).

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KW 02 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Epidemische Polyarthritis in Australien
Die Epidemische Polyarthritis, verursacht durch das durch Stechmücken übertragene Ross River-Virus und die klinisch ähnlich verlaufende Infektion durch das ebenfalls durch Stechmücken übertragene Barmah Forest-Virus, nimmt in ihrer Aktivität momentan zu. Betroffen ist aktuell insbesondere der Süden Australiens. Dort sind momentan keine Überschwemmungen, allerdings werden auch hier überdurchschnittlich starke Regenfälle beobachtet, die zu einer Zunahme von Mückenbrutplätzen führen. Die Zahl der bisher gemeldeten menschlichen Erkrankungsfälle liegt bei 70, dies bedeutet etwa die dreifache Zahl des letzten Jahres.

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