Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 23 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Murines Fleckfieber in den USA
Im County Austin/Travis sind seit Jahresbeginn acht Fälle von Murinem Fleckfieber (endemischem Fleckfieber, Flecktyphus) aufgetreten. Zwei weitere Verdachtsfälle müssen noch bestätigt werden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren dagegen nur fünf entsprechende Fälle aufgetreten. Die Übertragung der Rickettsiose erfolgt durch Flöhe, insbesondere Flöhe von Ratten und von Oppossums. Die Erkrankung verläuft als fieberhafter Allgemeininfekt, z.T. mit einem Exanthem. Reisende sollen jeden direkten Kontakt mit Nagern oder Oppossums vermeiden.

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KW 22 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Dengue-Fieber in Sri Lanka
Im Armee-Krankenhaus der Streitkräfte Sri Lankas in Colombo wurden innerhalb kurzer Zeit mindesten 15 Soldaten mit Dengue-Fieber eingewiesen. Mindestens weitere hundert Soldaten leiden an einer fieberhaften, Dengue-Fieber-ähnlichen Erkrankung. Diese Information spricht für eine lokale oder auch ausgedehnte Aktivität des Dengue-Fieber-Virus in oder um die Hauptstadt Sri Lankas. Informationen aus dem zivilen Bereich fehlen bisher. Reisenden nach Sri Lanka und auch in die Hauptstadt wird die Durchführung einer ganztägigen Stechmücken-Expositionsprophylaxe empfohlen (ProMED, 31. Mai 2011).

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KW 21 / 2011: Epidemiologische Informationen

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EHEC in Deutschland
Aus dem Norden Deutschlands wird eine ungewöhnliche Aktivität von Entero-hämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) gemeldet. Betroffen ist insbesondere die Stadt Hamburg, aber auch andere Städte im Norden. Insgesamt sind seit Beginn des Ausbruchs mehr als 1.000 Verdachts- und bestätigte Fälle gemeldet worden. Mindestens zehn Patienten sind an der schweren Verlaufsform, dem Hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) verstorben. Dies entspricht der doppelten Zahl entsprechender Erkrankungen eines ganzen normalen Jahres.  Erkrankungsfälle in Dänemark und Schweden stehen in direktem Zusammenhang mit dem Ausbruch in Norddeutschland.

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KW 20 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Indien
In der indischen Stadt Rajamundry im Bundesstaat Andrah Pradesh sind innerhalb von einer Woche drei Menschen an Tollwut verstorben. Die ungewöhnlich hohe Zahl von Tollwut-Erkrankten wird auf die aktuelle herrschende Knappheit von Tollwut-Impfstoff zurückgeführt. Überträger sind überwiegend streunende verwilderte Hunde, so dass es sich um einen urbanen Übertragungszyklus handelt. Reisende nach Indien mit einem erhöhten Expositionsrisiko sollen vorher eine präexpositionelle Impfung durchführen.

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KW 19 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Brucellose in Russland
In der russischen autonomen Republik Bashkortostan sind in einer Farm mindestens 12 Menschen an Brucellose erkrankt. Als Infektionsquelle wurden infizierte Rinder identifiziert. Daraufhin wurde der gesamte Rinderbestand von mehreren hundert Tieren gekeult um die Infektionsquelle zu beseitigen. Die Brucellose ist weiterhin in Teilen Russlands endemisch, insbesondere, wenn die veterinärmedizinische Untersuchung vernachlässigt wird. Grundsätzlich sollte jeder direkte Kontakt mit erkrankten Wiederkäuern vermieden werden.

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KW 18 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Salmonellose in Irland
In Irland sind erneut zwei Fälle von Salmonellose aufgetreten, verursacht durch Salmonella typhimurium Stamm DT8. Während Ende 2010 bereits mehrere Ausbrüche mit insgesamt 32 Patienten diagnostiziert worden waren, wurden nun erneut zwei Erkrankungsfälle unabhängig voneinander nachgewiesen. Als Infektionsquelle konnten Enteneier identifiziert werden. Die irischen Gesundheitsbehörden warnen vor dem Verzehr von nicht ausreichend erhitzten Enteneiern und daraus hergestellten Produkten (29. April 2011).

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KW 17 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in der Demokratischen Republik Kongo
In der kongolesischen Provinz Ituri ist der Milzbrand ausgebrochen. Betroffen ist eine Rinderherde. Von rund 250 Rindern sind 17 Tiere erkrankt, davon sind sieben Tiere verendet, die übrigen zehn kranken Tiere wurden gekeult. In den afrikanischen Ländern muss immer mit Milzbrand gerechnet werden. Jeder direkte Kontakt mit verendeten oder erkrankten Wild- oder Haustieren sollte vermieden (ProMED, 28. April 2011).

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KW 16 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Malaria in China
Die chinesischen Gesundheitsbehörden melden in den ersten drei Monaten des Jahres bereits elf Todesfälle an Malaria. In den letzten Jahren werden vermehrt schwere Verlaufsformen und tödliche Verläufe von Malaria in China registriert. Die Behörden stellen dabei klar, dass dieser Anstieg schwerer Erkrankungsfälle durch importierte Fälle im Rahmen einer verstärkten Reisetätigkeit begründet ist. In China wird die Malaria nur in ländlichen Regionen der südlichen Provinzen gefunden. Nur in den beiden Provinzen Hainan und Yunnan werden vereinzelt Herde mit Malaria tropica beobachtet. Die Deutsche Gesellschaft empfiehlt für Reisen nach China ausschließlich eine Expositionsprophylaxe und keine Chemoprophylaxe (ProMED, 20. April 2011).

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KW 15 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Schistosomiasis in Uganda
Die Schistosomiasis in Teilen Ugandas scheint wieder deutlich anzusteigen. Im Distrikt Jinja, östlich der Hauptstadt Kampala und am nördlichen Ufer des Viktoria-Sees gelegen, sind  mehr als 65% der Bevölkerung mit Schistosoma mansoni infiziert. Vor allem die Infektionsrate unter Kindern ist besonders hoch. Im genannten Distrikt müssen alle stehenden Süßgewässer als mit Schistosoma infestiert betrachtet werden.  Jeder direkte ungeschützte Kontakt mit Süßwasser sollte dort grundsätzlich vermieden werden (ProMED, 13. April 2011).

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KW 14 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tollwut auf den Philippinen
In der philippinischen Provinz Negros Oriental ist ein Mann an der Tollwut verstorben. Die Übertragung erfolgte durch einen Hundebiss. Der Hund konnte jedoch nicht getestet werden, da er im Rahmen eines Festmahls verzehrt wurde. Die mit dem Hund direkt in Kontakt gekommenen Menschen wurden vorsorglich gegen Tollwut geimpft. In den ersten drei Monaten wurden in der Provinz drei tollwütige Hunde diagnostiziert.  In der benachbarten Provinz Cebu wurden weitere sieben tollwütige Hunde nachgewiesen.

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KW 13 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Masern in der Ukraine
In der ukrainischen Region Donetsk wurden im Jahr 2010 mindestens 20 Erkrankungsfälle von Masern registriert. Es handelt sich um die ersten Erkrankungsfälle an Masern in der Region seit 2007. Ursache für den erneuten Anstieg der Masern-Erkrankungen ist der Rückgang bei der Impfstoff-Versorgung und die zunehmende Unkenntnis über die Masern-Impfung in der Bevölkerung. Reisende in die Ukraine sollen einen ausreichenden Immunschutz gegen Masern aufweisen (ProMED, 22. März 2011).

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