Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 34 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Japan-Enzephalitis in Nepal
Im Distrikt Kantchapur im Westen des Nepal sind innerhalb von 2 Tagen zwei Patienten an Japan-Enzephalitis verstorben. Ein weiterer Patient war schon im Juli an der Infektion verstorben. Es ist von dutzenden Erkrankten in Krankenhäusern die Rede. Obwohl die Lage in den tiefer gelegenen Gebieten Nepals weitgehend unklar ist, ist von einer erhöhten Aktivität von Stechmücken (Culex spp.) und damit der Japan-Enzephalitis auszugehen. Reisenden in die betroffene Region wird die Durchführung von Maßnahmen der individuellen Stechmücken-

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KW 33 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Pilzvergiftung in Russland
Im russischen Distrikt Voronezh im Südwesten des europäischen Teils Russlands sind in diesem Jahr bereits 27 Menschen, darunter sechs Kinder, an Pilzvergiftungen erkrankt. Zwei Patienten sind an den Vergiftungen verstorben. Die Behörden haben nun den Handel mit Pilzen in der Region verboten. Sie warnen die Bevölkerung vor Pilzen, die sich nicht genau kennen. Reisenden wird ebenfalls empfohlen, keine Pilze im Straßenverkauf zu kaufen (ProMED, 18. August 2011).

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KW 32 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Rocky Mountain-Fleckfieber in den USA
Im US-Bundesstaat Ohio ist eine 46jährige Frau am Rocky Mountain-Fleckfieber erkrankt. Sie berichtete über einen Zeckenstich hinter dem Ohr. Drei Tage später erkrankte sie an einem schweren Allgemeininfekt mit Lymphknotenschwellung im Kopf-Halsbereich und starken Kopfschmerzen. Nachdem der Verdacht auf Rocky Mountain-Fleckfieber gestellt war, wurde die Symptomatik unter Doxycyclin-Therapie rasch besser. Der Name „Rocky Mountain-Fleckfieber“ ist irreführend, da die Erkrankung hauptsächlich im Südosten der USA vorkommt.

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KW 31 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tetanus in den USA
Im US-Bundesstaat Michigan wurden an einem Tag drei Fälle von Tetanus registriert. Die drei Fälle traten in den Counties Wayne, Detroit und Oakland und stehen nicht in einem Zusammenhang. Das Alter der Patienten wurde nicht mitgeteilt. Es handelt sich um die größte Zahl von Tetanusfällen seit dem Jahr 2006, wo im gesamten Jahr im Bundesstaat ebenfalls drei Tetanusfälle diagnostiziert worden waren. Die Gesundheitsbehörden weisen alle Bewohner auf die ständige Gefahr einer Tetanus-Infektion hin und empfehlen dringen den Impfstatus zu überprüfen

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KW 30 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Pilzvergiftung in Russland
Die Gesundheitsbehörden der russischen Provinz Voronezh im Nordwesten Russlands warnen vor dem Verzehr von giftigen Pilzen. In den letzten Wochen ist es zu mehreren kleinen Ausbrüchen gekommen, wobei 19 Menschen erkrankt sind und ein Kind an einer Pilzvergiftung verstorben ist. Nähere Informationen zu den verursachenden Pilzen wurden nicht gemacht. Reisende in Russland sollen grundsätzlich nur Pilze verzehren, die sie genau kennen. Auch beim Straßenverkauf von Pilzen sollte man vorsichtig sein (ProMED, 29. Juli 2011).

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KW 29 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Influenza in Australien
Der australische Bundesstaat South Australia meldet einen dramatischen Anstieg der Erkrankungsfälle mit Influenza B. In der beginnenden Saison wurden schon rund 1.000 Erkrankungsfälle gezählt, im Vergleich dazu im gleichen Zeitraum des Vorjahres nur 18. Betroffen sind überwiegend Kinder und Jugendliche. Weitere mehr als 300 Erkrankungsfälle sind durch Influenza A verursacht. Sowohl Influenzaviren des H3N2- als auch des H1N1-Serotyps werden gefundne.

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KW 28 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Dengue-Fieber in Mexiko
In Mexiko sind seit Jahresbeginn rund 850 Menschen an Dengue-Fieber erkrankt. Fünf Patienten sind an hämorrhagischen Manifestationsformen der Infektion verstorben. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wo 8.000 Menschen am Dengue-Fieber erkrankt waren. Die Behörden erwarten einen deutlichen Anstieg der Erkrankungsfälle im zweiten Halbjahr. Reisenden nach Mexiko ist daher trotzdem dringend zu empfehlen Maßnahmen zum Schutz vor Stechmückenstichen

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KW 27 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in Indien
Der indische Bundesstaat Tamil Nadu meldet weiter ansteigende Erkrankungs- und Todesfälle an Tollwut.  Seit Jahresbeginn wurden im Allgemeinen Regierungs-Krankenhaus in der Stadt Chennai (ehemals Madras) bereits 20 Erkrankungs- und Todesfälle gezählt. Dies bedeutet eine deutlich zu geringe Meldung von menschlichen Tollwutfällen an das nationale Gesundheitssystem. Durch das konsequente Nicht-Berichten von menschlichen Erkrankungsfällen versuchen die zentralen Gesundheitsbehörden das Problem von Tollwut in Indien herunter zu spielen.

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KW 26 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Masern in Belgien
Belgien meldet einen schweren Masern-Ausbruch. Im Jahr 2011 wurden bereits rund 400 Erkrankungsfälle registriert. Dies entspricht der zehnfachen Zahl von Erkrankungen des gesamten Vorjahres. Betroffen ist das gesamte Land. Rund die Hälfte der Erkrankungsfälle sind Jugendliche und Erwachsene jenseits des 10. Lebensjahres. Bisher wurde bei einem Kind eine Masern-Enzephalitis diagnostiziert. Reisenden nach Belgien wird ein ausreichender Immunschutz gegen Masern (dokumentiert durchgemachte Infektion oder zweimalige Impfung) dringend empfohlen (ProMED, 26. Juni 2011).

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KW 25 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Bunyavirus-Infektion in China
In den Provinzen Henan, Shandong, Anhui, Jiangsu und Hubai im Zentrum und in Osten Chinas sind im Jahr 2011 rund 280 Menschen mit einer Infektion durch ein Bunyavirus aus der Gattung Phlebovirus erkrankt. Dabei handelt es sich um einen schweren fieberhaften Infekt mit Thrombozytopenie. Rund ein Dutzend Patienten ist an der Infektion bisher verstorben. Betroffen sind in 90% Personen jenseits des 40. Lebensjahres und vor allem Bauern. Die Übertragung erfolgt durch Zecken der Gattung Haemaphysalis. Reisende in ländliche Gebiete der genannten Provinzen mit Kontakt zur Vegetation sollen Maßnahmen des individuellen

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KW 24 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Legionellose in Australien aus Indonesien
Australische Gesundheitsbehörden melden den zweiten Erkrankungsfall einer Legionellose bei einem Reiserückkehrer aus Bali innerhalb einer Woche. Damit wurden mittlerweile insgesamt sechs Reiserückkehrer aus der indonesischen Insel Bali mit einer Legionellose diagnostiziert. Die Infektionsquelle bleibt bisher unidentifiziert. Alle Erkrankten haben die Zentralregion Kuta bereist, wo seit Februar ein Hotel unter Verdacht steht, die Infektionsquelle für den Ausbruch zu bilden. Reiserückkehrer aus Bali mit einer Symptomatik des tiefen Respirationstrakts sollen auf eine Legionellose untersucht werden (ProMED, 10. Juni 2011).

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