Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 45 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Hepatitis A in Mexiko
In Mexiko wird ein deutlicher Anstieg der Fälle mit Hepatitis A gemeldet. Als Epizentrum konnte nun im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato die Stadt San Miguel de Allende identifiziert werden. Dort traten im gesamten Jahr 2010 35 Fälle von Hepatitis A auf, während es in diesem Jahr bereits mehr als 350 Fälle sind. Die Infektionsquelle konnte bisher nicht identifiziert werden. Möglich ist u.a. eine Kontamination der Wasserversorgung in der Stadt. Reisende nach Mexiko sollen grundsätzlich eine Immunisierung gegen Hepatitis A besitzen (ProMED, 10. November 2011).

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KW 44 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Masern in Spanien
In der spanischen Region Gipuzkoa im Norden an der Grenze zu Frankreich, sind mittlerweile 23 Menschen an Masern erkrankt. Es handelt sich um mehrere unabhängige Mikroepidemien. Die Fälle führten jeweils zu jeweils mehreren Sekundärfällen. Die isolierten Viren sind von den Genotypen D4 und  G3, was ebenfalls für multiple Einschleppungen in die Region spricht. Es handelt sich um die ersten Masernfälle seit 15 Jahren in der Region, die zur Baskenregion gehört. Reisende auf die gesamte Iberische Halbinsel sollen vor Reiseantritt ihren Masern-Immunstatus überprüfen und ggf. vervollständigen (ProMED, 30. Oktober 2011).

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KW 43 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Botulismus in Finnland
Aus Finnland werden in einer Familie zwei Fälle von Botulismus gemeldet. Als Infektionsquelle konnten Oliven aus Italien identifiziert werden. Es handelt sich um „Gaudiano Oliven mit Mandeln“. Die in Schraubgläsern (314 ml Volumen) vertriebenen Oliven haben das Haltbarkeitsdatum 09/2012. Die Oliven wurden in Finnland, in Deutschland, in Großbritannien und in den USA vertrieben. Die jeweiligen nationalen Gesundheitsbehörden haben mittlerweile ebenfalls Warnungen vor dem Verzehr dieses Produkts ausgegeben.

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KW 42 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Q-Fieber in den USA
Aus dem US-Bundesstaat Washington wird ein Ausbruch von Q-Fieber gemeldet. Seit Januar hatten auf einer Ziegenfarm mehr als ein Viertel der trächtigen Tiere abortiert. In mindestens 21 Farmen in mehreren Bundesstaaten (Washington, Montana, Oregon) wurden Tiere verbracht. Insgesamt konnte bei 16 von 17 untersuchten Ziegenherden mit Tieren von der Farm in Montana positive Ziegen nachgewiesen werden. Mindestens sieben Menschen sind nach Aufenthalt auf der Farm oder Kontakt mit Tieren am Q-Fieber erkrankt.

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KW 41 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Mumps in England
Im Norden Englands, in der Grafschaft Cumbria, wird ein deutlicher Anstieg der Erkrankungsfälle von Mumps registriert. Während im gesamten Jahr 2010 insgesamt 10 Erkrankungsfälle diagnostiziert worden waren, sind es in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 14 Erkrankungsfälle. Die Behörden befürchten nun einen lokalen Ausbruch in der betroffenen Region und weisen alle Bewohner darauf hin, ihren Immunschutz gegen Mumps (und gegen Masern) zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen (ProMED, 13. Oktober 2011).

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KW 40 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Mumps in Kanada
In der kanadischen Provinz Ontario sind in diesem Jahr 31 Fälle von Mumps diagnostiziert worden. Dies liegt deutlich über der Zahl der durchschnittlich registrierten Zahl der Erkrankungen. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf den Immunstatus gegen Mumps (und Masern und Röteln) zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen. Reisende nach Kanada sollen zum Schutz der kanadischen Bevölkerung vor Einschleppung der Mumps ebenfalls nur mit  ausreichend vorhandenem Immunschutz gegen die genannten Virusinfektionen in Kanada einreisen (ProMED, 29. September 2011).

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KW 39 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Kasachstan
In einem Dorf in Ost-Kasachstan ist ein Mann an Milzbrand erkrankt. Nach inoffiziellen Angaben sind mindestens 19 weitere Bewohner des Dorfs unter Beobachtung, da für sie ebenfalls ein Infektionsrisiko besteht. Die betroffene Region ist als Milzbrand-endemisch bekannt. Zur Infektionsquelle und zu möglichen Übertragungswegen wurden keine Informationen bekannt. Milzbrand ist in der genannten Region endemisch. Reisende sollen grundsätzlich jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit Tierkadavern vermeiden. Fleisch soll nur in gut durchgegartem Zustand verzehrt werden (ProMED, 26./28. September 2011).

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KW 38 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Melioidose in Taiwan
In Taiwan sind in diesem Jahr bereits 15 bestätigte und weitere neun Verdachtsfälle von Melioidose registriert worden. Zwei Patienten sind an der Infektion verstorben. Die meisten Erkrankungen treten im Stadtgebiet von Kaohsiung auf und im Pingtung County in der Provinz Taiwan auf.  Die Melioidose wird durch Burkholderia pseudomallei verursacht, einen Bodenkeim, der insbesondere durch Regenfälle ausgewaschen wird. Die Infektion erfolgt durch direkten Hautkontakt mit erregerhaltiger Erde oder Wasser. Besonders gefährdet sind Personen mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus.

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KW 37 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Listeriose in den USA
In den beiden US-Bundesstaaten Colorado und New Mexico sind seit Juli 20 Menschen an Listeriose erkrankt. Fünf Patienten sind bisher an der bakteriellen Infektion verstorben. Die Infektionsquelle ist bisher nicht identifiziert. Die Gesundheitsbehörden von Colorado haben Zuckermelonen in Verdacht, der in der Anbauregion Rocky Ford etwa 100 km östlich der Stadt Puebla angebaut wird. Der endgültige Nachweis steht jedoch noch aus. Die Listeriose ist insbesondere für Personen jenseits des 60.

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KW 36 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Botulismus in den USA
Im US-Bundesstaat Texas sind vier Patienten mit Verdacht auf Wund-Botulismus in Krankenhäuser eingewiesen worden. Es handelt sich bei allen vier Patienten um iv-Drogenabhängige. Es wird vermutet, dass die Patienten kontaminiertes Heroin aus Mexiko injiziert hatten. Reisende in den Grenzbereich von Mexiko und die USA sollen augenblicklich kein Heroin anwenden, da die Quelle und die Art der Kontamination ungeklärt sind (ProMED, 7. September 2011).

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KW 35 / 2011: Epidemiologische Informationen

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Methanol-Vergiftung in Ekuador
In Ekuador sind etwa eine halbe Million Flaschen von Spirituosen in den Handel gelangt, die mit Methanol kontaminiert sind. Mehr als 400 Menschen sind an Vergiftungserscheinungen erkrankt, ein Teil davon mit Verlust der Sehkraft. Knapp 50 Menschen sind an Methanolvergiftung verstorben. Nähere Angaben über die Produktnamen wurden nicht gemacht. Es handelt sich jedoch vermutlich um Spirituosen mit 40% Alkoholgehalt. Reisende werden augenblicklich dringend aufgefordert, Spirituosen zu vermeiden (ProMED, 30. August 2011).

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