Epidemiologische Informationen

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über weltweite Infektionserkrankungen. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

KW 08 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in den USA
Im New Yorker Central Park werden weiterhin Fälle von Tollwut bei Waschbären nachgewiesen. Seit September wurden dort mehr als 35 Waschbären mit Tollwut gefunden. Die Parkbehörden beginnen nun mit einer Impfaktion um die Waschbären-Population sowie auch die Bevölkerung um den Central Park und Upper Manhattan vor der Virusinfektion zu schützen. Auch aus anderen US-Bundesstaaten wird eine erhöhte Tollwut-Aktivität in Waschbären berichtet, so in Baldwin County im US-Bundesstaat Alabama und in Camden County im US-Bundesstaat Alabama.

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KW 07 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Q-Fieber in den Niederlanden
In den Niederlanden breitet sich das Q-Fieber weiter auf Ziegenfarmen aus. Auf weiteren drei Farmen in Hilvarenbeek, Esch und Liessehave wurde der Erreger bei Ziegen nachgewiesen. Insgesamt sind damit mehr als 5.000 Ziegen auf den drei Farmen betroffen, womit die Gesamtzahl der betroffenen Farmen auf 71 steigt. Insgesamt wurden bereits rund 40.000 trächtige Ziegen auf den betroffenen Farmen gekeult. Weiterhin wurde der Erreger zum zweiten Mal bei einer Schaffarm in Kraggenburg im Süden der Niederlande nachgewiesen. Es handelt sich um die zweite Schaffarm, auf der in diesem Jahr Q-Fieber entdeckt wurde. Insgesamt wurden im aktuellen Jahr schon 11 neue Erkrankungsfälle diagnostiziert.

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KW 06 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Mumps in den USA
In den USA wird augenblicklich der größte Mumpsausbruch seit Jahren beobachtet. Der Ausbruch nahm seinen Anfang im Juni des vergangenen Jahres, als ein 11jähriger Junge aus der jüdischen Gemeinde New Yorks mit Mumps aus England zurückkehrte. Seither wurden in den USA mehr als 1.500 Erkrankungsfälle gezählt, mehr als 95% davon in der jüdischen Bevölkerung. Betroffen sind hierbei insbesondere Kinder und Jugendliche zwischen dem 7. und 18. Lebensjahr. Der überwiegende Teil der Patienten, für die eine Impfanamnese vorliegt, hatten mindestens eine oder sogar zwei Impfungen erhalten.

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KW 05 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Indien
Im indischen Bundesstaat Orissa sind mindestens 35 Rinder und Ziegen innerhalb von zwei Wochen an Milzbrand erkrankt und verstorben. Nachdem die Erkrankung in der ersten Januarwoche in einem Dorf auftrat, hat sie sich in den darauf folgenden Wochen über eine Vielzahl von Dörfern verbreitet. Mittlerweile wurden in den Kreisen Rajnagar, Pattamundai, Aul und Rajkanika im Distrikt Kendrapara mehr als 150.000 Haustiere gegen Milzbrand geimpft. Reisende in den indischen Bundesstaat Orissa und insbesondere in den genannten Distrikt sollten jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Kadavern vermeiden.

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KW 04 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Nipah-Virus-Enzephalitis in Bangladesch
Im Distrikt Faridpur im Landesteil Dhaka in Bangladesch sind drei Mitglieder einer Familie an einer Infektion mit Nipah-Virus erkrankt und verstorben. Alle drei Personen hatten vor ihrem Tod frischen Dattelsaft getrunken. Experten gehen davon aus, dass der Dattelsaft die Infektionsquelle darstellte. Mit dem Nipah-Virus chronisch infizierte Flughunde, die das Virus mit ihren Exkreten und Sekreten ausscheiden, können damit Datteln kontaminieren. Der Genuss unbehandelten Dattelsafts kann zur Infektion führen. Es handelt sich um eine sehr schwere Form der Enzephalitis mit Letalitätsraten jenseits 30%. Reisende in die südostasiatische Region sollten jeden direkten Kontakt mit Flughunden oder deren Exkrementen vermeiden.

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KW 03 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Pandemische Influenza in China
Die chinesischen Gesundheitsbehörden haben eine Warnung an ihre Bevölkerung ausgegeben. Danach sollen Reisende, die während des traditionellen chinesischen Neujahrsfests Reisen planen, vorher eine Impfung gegen die pandemische Form der Influenza (H1N1-Influenza, „Schweinegrippe“) durchführen zu lassen. Diese Empfehlung gilt insbesondere für Risikopersonen (Schwangere, Kinder, ältere Personen, stark übergewichtige Personen und Patienten mit Grunderkrankungen). Erfahrungsgemäß steigt im Zeitraum des chinesischen Neujahrsfests die Zahl der Infektionen des Respirationstrakts stark an, da es zu einer landesweiten Verschleppung der Virusstämme durch die Reisenden kommt.

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KW 02 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in den USA
In Teilen der USA gibt es weiterhin eine hohe Tollwut-Aktivität bei Wildtieren. Aktuell wurde eine Frau im US-Bundesstaat New Jersey von einem Fuchs angegriffen und verletzt. Bei dem Fuchs konnte Tollwut diagnostiziert werden und es wurde sofort mit einer Postexpositions-Prophylaxe bei der Patientin begonnen. Der Fuchs hatte einige Tage vorher schon ein 9jähriges Kind angegriffen und gebissen, bevor ihn die Polizei erschießen konnte und eine Untersuchung auf Tollwut durchgeführt wurde. Die Gesundheitsbehörden warnen nochmals eindringlich vor direkten Kontakten mit Wildtieren mit einem auffälligem Verhalten gegenüber Menschen.

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KW 01 / 2010: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Schottland
In Schottland sind mittlerweile zwölf Personen am Milzbrand erkrankt und davon sind sechs Patienten verstorben. Alle Patienten zählen zur Gruppe der iv-Drogenabhängigen. Mittlerweile treten Erkrankungsfälle in der Region Glasgow, in Lanarkshire, Tayside und in Forth Valley auf. Es ist von einer weiteren Ausbreitung auszugehen. Als Infektionsquelle wird kontaminiertes Heroin vermutet. Allerdings ist es bisher nicht gelungen, die genaue Infektionsquelle (Heroin, Strecksubstanzen) zu identifizieren. Die schottischen Gesundheitsbehörden warnen aktuell eingehend vor dem Kauf und Gebrauch von aktuell in Schottland angebotenem Heroin (ProMED, 1./6./7. Januar 2010).

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KW 53 / 2009: Epidemiologische Informationen

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Milzbrand in Simbabwe
Aus dem südafrikanischen Simbabwe wird ein Milzbrand-Ausbruch gemeldet. Betroffen sind zwei Regionen in den Provinzen Mashonaland West und Mashonaland Ost. Bisher sind mindestens eine Person und 23 Rinder an der Infektion verstorben. Die Zahl der erkrankten Menschen und ggf. Tiere (Haus- und Wildtiere) ist nicht bekannt. Die Regierung will nun 100.000 Tiere gegen Milzbrand impfen. Diese Zahlen sprechen für einen größeren Ausbruch der Zoonose. Die Gesundheitsbehörden raten dringend der Bevölkerung, kein Fleisch unbekannter Herkunft zu verzehren. Reisende nach Simbabwe sollten jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder Tierkadavern vermeiden,

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KW 52 / 2009: Epidemiologische Informationen

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Tollwut in den USA
In mehreren Bundesstaaten der USA wird weiterhin eine hohe Tollwut-Aktivität beobachtet. Im US-Bundesstaat West Virginia< wurden zwei weitere tollwütige Waschbären diagnostiziert. Damit wurden im betroffenen Greenbrier County in diesem Jahr bereits 43 Tollwut-positive Waschbären diagnostiziert. Im US-Bundesstaat Ohio wurde im Columbiana County ebenfalls ein tollwütiger Waschbär nachgewiesen. Es ist der zweite Tollwutfall im County nach einer tollwütigen Fledermaus. In Davidson County im Bundesstaat North Carolina ist ein Haushund nach dem Kampf mit einem Waschbären an Tollwut erkrankt und verendet.

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KW 51 / 2009: Epidemiologische Informationen

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Q-Fieber in Belgien
Nachdem in den benachbarten Niederlanden der größte je bekannte Q-Fieber-Ausbruch in Europa abläuft, werden jetzt auch aus Belgien einzelne  Bauernhöfe mit infizierten Tieren gemeldet. Es handelt sich aktuell, nach Auskunft der belgischen Gesundheitsbehörden, um zwei Bauernhöfe, je einer in Flandern und einer in Wallonien, in denen infizierte Ziegen nachgewiesen wurden. Aktuell ist die Situation nach den Angaben der Behörden unter Kontrolle.

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